Tschernobyl Expeditions Reise

Eintägige Geschichtsexkursion zum Atomkraftwerk Tschernobyl


Dieser Reisebaustein führt in die letzten Jahre der Sowjetunion vor ihrem Zusammenbruch. Eines der einschneidendsten Ereignisse der 80er Jahre war die Explosion des Reaktors Nr. 4 im Atomkraftwerk "Wladimir Iljitsch Lenin" in der Siedlung städtischen Typs Tschernobyl, nahe der kleinen Stadt Pripjat. Den Sarkophag, der über den geborstenen Reaktor errichtet wurde, kann man heute unter strengen Auflagen besichtigen.

Diese Reise führt zu den Orten und Schlüsselpersonen des Unglücks. Sie besuchen den havarierten Kernreaktor und sprechen mit einem der Liquidatoren, die nach der Explosion durch ihren Einsatz weiteres Unheil für der europäischen Bevölkerung vermieden. Da Liquidatoren bis heute vom ukrainischen Staat nur unzureichend unterstützt werden, ist in diesem Reisepaket eine Spende zur Verbesserung der Lebenssituation der Liquidatoren enthalten, die ihnen direkt zugute kommt.

Die Tschernobyl Reise können Sie wie viele andere Reisepakete für Ihren Wunsch- Reisetermin buchen und mit anderen unserer Reisebausteine kombinieren.

Vor und nach Ihrer Exkursion in die Sperrzone um den havarierten Reaktor von Tschernobyl bringen wir Sie in einem zentralen Mittelklassehotel in der ukrainischen Hauptstadt in Kiew unter und organisieren alle vereinbarten Transfers im Reiseprogramm. Sie werden auf Ihrer Reise durchgehend von einem erfahrenen deutschsprachigen Reiseführer individuell betreut und begleitet.

Alle Exkursionen nach Tschernobyl erfolgen auf eigene Gefahr. Mit Buchung der Reise erkennt der Reisende unseren Haftungsausschluss an.

3 Tage
Individualreise
Städtereise
Mittelklassehotel
Frühstück
deutsch
Fahrer + Auto
zubuchbar
RBCHERN1
entvölkerte Dörfer und Städte
geborstener Reaktor 4
authentische Augenzeugenberichte
    1. Tag Anreise
    2. Tag eintägige Exkursion Tschernobyl
    3. Tag Besuch des Tschernobylmuseums. Gespräch mit einem Liquidator. Abreise

    1.Tag: Anreise nach Kiew

    Sie fliegen in die Ukraine. Unser deutschsprachiger Reiseführer holt Sie am Flughafen in Kiew ab und bringt Sie in Ihr Hotel. Dort ist er Ihnen bei den Anmeldeformalitäten behilflich und bespricht mit Ihnen kurz das Programm der kommenden Tage.

    Der restliche Tag steht Ihnen zur freien Verfügung.

    Wir haben bereits vor Ihrer Reise die Genehmigung für Ihren Besuch der Sperrzone um den Reaktor eingeholt, so dass Ihrer Exkursion morgen nichts mehr im Weg steht.

    2.Tag: Ausflug nach Tschernobyl (mit einer Gruppe oder individuell)

    Mit dem Kleinbus fahren Sie in die Sperrzone rund um den havarierten Reaktor des Kernkraftwerks Tschernobyl. Auf der Fahrt sehen Sie einen Dokumentarfilm über die Katastrophe. In Tschernobyl werden Sie im Gebäude der Sperrzonenverwaltung über die Sicherheitsvorkehrungen informiert, die beim Betreten der Sperrzone zu beachten sind. Anschließend unternehmen Sie eine Rundtour durch die Stadt und besichtigen den Gedenkkomplex, die Sankt Ilja Kirche, das Denkmal "denen, die die Welt retteten". Sie nehmen das mächtige Überhorizontradar, welches von der Sowjetarmee genutzt wurde, in Augenschein und halten am fast verschwundenen Ort Kopatschy, wo Sie den verlassenen Kindergarten besuchen.

    Am AKW Tschernobyl angekommen, sehen Sie die unvollendeten Reaktoren 5 und 6 mit ihren halbfertigen Kühltürmen. Den havarierten Reaktor Nr. 4 und seinen neu entstehenden Sarkophag können Sie aus einer Entfernung von 270m beobachten. Danach passieren Sie den "Roten Wald", der als einer der ersten Orte vom radioaktiven Fallout des Reaktors massiv getroffen wurde, und machen einen Fotostopp am Ortseingangsschild von Pripjat.

    Sie besichtigen die evakuierte Stadt Pripjat, die heute einer Geisterstadt gleicht und spazieren über die Leninstraße und den Hauptplatz der Stadt. Zu den als Fotomotive geeigneten, zugänglichen Gebäuden in Pripjat zählen u.a. der Kulturpalast, das Hotel Polyssia (von dessen Dach die Helikopter dirigiert wurden, die den Betonsarkophag über Reaktor 4 gossen), der Supermarkt der Stadt, das Riesenrad, das Sportstadium, Schule und Schwimmhalle, sowie das Krankenhaus.

    Danach essen Sie in der Kantine des AKW Tschernobyl zu Mittag (alles strahlungsfreie Kost, die von außerhalb der Sperrzone geliefert wird. Nicht im Reisepreis enthalten).

    Am Nachmittag können auf Wunsch Rücksiedler im Dorf Paryschiv besucht werden, die nach Jahren des Ansiedlungsverbots in ihr alten Häuser zurückkehrten und dort geduldet werden..

    Anschließend kehren Sie nach Kiew zurück.

    Wir bieten Ihnen diesen Ausflug in drei Varianten an:
    Gruppe: Sie können die Expedition nach Tschernobyl als Teil einer Gruppe unternehmen (nur an bestimmten Terminen), die englischsprachig geführt wird.
    Gruppe+Dolmetscher: Sie können die Expedition nach Tschernobyl als Teil einer Gruppe unternehmen (nur an bestimmten Terminen), die englischsprachig geführt wird, dabei werden Sie von einem deutschsprachigen Dolmetscher begleitet.
    Individuell: Sie besichtigen die Sperrzone um Tschernobyl allein mit persönlicher deutschsprachiger Reisebetreuung an einem Reisetermin Ihrer Wahl (je nach Verfügbarkeit).

    3.Tag: Besuch des Tschernobylmuseums. Gespräch mit einem Liquidator

    Beim Besuch des Tschernobylmuseums führt Ihnen der deutschsprachige Reiseführer die Dimension der Katastrophe, sowohl für den einzelnen betroffenen Bewohner der heutigen Sperrzone, als auch für Europa vor Augen.

    Anschließend berichtet Ihnen einer der ehemaligen Liquidatoren von der gefährlichen und für viele seiner Mitstreiter letztlich tödlichen Säuberungsaktion an den strahlenden Explosionsüberresten des havarierten Reaktors 4 im AKW Tschernobyl. Dabei geht er auch auf die persönliche Lebenssituation der Liquidatoren heute ein, in der diese vom ukrainischen Staat keine adäquate Unterstützung erhalten.

    Der Nachmittag und Abend stehen Ihnen in Kiew für die Ab- oder Weiterreise zur freien Verfügung.
    reise, tschernobyl, atom katastrophe, ukraine
    nach oben