Studienreise Charkiw (Charkow) Nordostukraine

Charkiw, Stadt der Wissenschaften und Künste in der Ostukraine


Die Stadt Charkiw im Osten der Ukraine ist die zweitgrößte Stadt des Landes und ein Zentrum für Kultur und Wissenschaft. Jenseits der Hektik, wie man sie in Kiew oder auch Donezk findet, hat sich Charkiw eine entspannte Beschaulichkeit bewahrt, die Touristen aufnehmen und genießen können.

Dazu bietet Charkiw Reisenden einen großen Fundus an architektonischen Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten aus den jüngeren Epochen. Ein Bummel durch die ostukrainische Stadt ist also auch gleichzeitig eine Wanderung durch die jüngere Architekturgeschichte. Dazu gehört natürlich auch ein Bummel über den wahrscheinlich größten Platz Europas, den Platz der Freiheit.
  Auf dieser Städtereise nach Charkiw lernen Sie das Angesicht und die wechselvolle Geschichte einer recht jungen Stadt kennen, die für kurze Zeit sogar Hauptstadt der Ukrainischen SSR war.

Sie können diese Charkow Reise zu jedem gewünschten Reisetermin buchen. Wir bringen Sie in Mittelklassehotels im Stadtzentrum von Charkiw unter. Während Ihres Aufenthaltes kümmert sich ein deutschsprachiger Reiseführer individuell nur um Sie.
7 Tage
Individualreise
Rundreise
Mittelklassehotel
nach Wahl
deutsch
Fahrer + Auto
zubuchbar
RBCHA1
    1. Tag Anreise
    2. Tag Stadtbesichtigung
    3. Tag Scharowka
    4. Tag Tschugujew
    5. Tag Poltawa
    6. Tag Wahlbesichtigungen 
    7. Tag Abreise

    1. Tag - Ankunft in Charkiw

    Sie kommen in Charkiw an. Der deutschsprachige Reiseführer empfängt Sie am Flughafen oder Bahnhof in Charkiw ab und bringt Sie in Ihr Hotel. Dort ist er Ihnen beim Check-In im Hotel in Charkiw behilflich.

    Nachdem Sie Ihren Zimmerschlüssel erhalten haben, sprechen Sie mit dem Reiseführer das Besichtigungsprogramm der kommenden Tage ab.

    Den restlichen Tag können Sie in Charkow für erste Entdeckungen nutzen.

    2. Tag - Stadtbesichtigung in Charkiw

    Auf einem Rundgang durch Charkiw entdecken Sie gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer die Geschichte der noch jungen ukrainischen Metropole und besuchen Erinnerungsorte für einschneidende Ereignisse in der Stadt. Dazu gehören das Denkmal für den ukrainischen Schriftsteller Taras Schewtschenko, die Statue Jaroslaws des Weisen, die orthodoxe Maria- Himmelfahrt- Kathedrale und das Begräbniskloster, das Denkmal des angeblichen Stadtgründers Charko, der ein Kosake gewesen sein soll, weiterhin das Lenindenkmal und natürlich das städtebauliche Ensemble am Platz der Freiheit, einem der größten Plätze Europas.

    Am Nachmittag spazieren Sie durch den Taras- Schewtschenko- Garten, eine der ältesten Parkanlagen Charkiws, vorbei an der Sternwarte. Der Stadtbummel führt Sie zur Konzerthalle und zum Musikbrunnen im Park.

    Der Abend steht Ihnen in Charkiw für eigene Unternehmungen zur freien Verfügung. (F)

    3. Tag - Ausflug nach Scharowka

    Gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer besuchen Sie ein ehemaliges Herrengut auf dem weiten flachen Land, welches Charkiw umgibt. Dunkelgrüne Waldstücke und wogende Getreidefelder bestimmen das Bild der Landschaft.

    Auf dem Herrengut erhalten Sie einen Eindruck vom verflossenen Wohlstand der Gutsbesitzer vergangener Zeiten und erholen sich beim Spaziergang durch den weitläufigen Landschaftspark, der das Gutshaus umgibt.

    Der Abend steht Ihnen in Charkiw frei zur Verfügung. (F)

    4.Tag - Besuch des Geburtsortes Ilja Repins Chugujev

    Heute besuchen Sie Tschugujew, die Geburtsstadt des berühmten russischen Malers Ilja Repin, der hier seine Kindheit und Jugend verbrachte, bevor er ans Konservatorium in Sankt Petersburg wechselte. Sie besuchen das Repin- Museum und unternehmen einen entspannten Bummel durch die Stadt.

    Am Nachmittag kehren Sie nach Charkiw zurück und besuchen das Kunstmuseum, in dem zahlreiche Werke Repins, darunter sein bekanntestes Werk "Die Saporoger schreiben einen Brief an den türkischen Sultan" und einige Werke des bekannten russischen Malers Iwan Aiwasowskij ausgestellt sind.

    Der Abend steht Ihnen in Charkiw zur freien Verfügung. (F)

    5.Tag - Ausflug nach Poltawa

    Am frühen Morgen fahren Sie gemeinsam mit der deutschsprachigen Reiseführerin mit dem Zug nach Poltawa. Nach etwa zweistündiger Fahrzeit kommen Sie dort an.

    In Poltawa unternehmen Sie zunächst einen gemütlichen Stadtbummel durch die Stadt und entdecken die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Poltawas, darunter das pittoreske Gebäude des Heimatmuseums, den Korpuspark, die Denkmäler zur Erinnerung an den Nordischen Krieg, Peter I. und Nikolai Gogol, der dieser Region in seinen Erzählungen ("Geschichten am Weiler von Dikanka") ein Denkmal setzte. Anschließend besuchen Sie das eindrucksvolle orthodoxe Himmelfahrtskloster nahe Poltawa.

    Am Nachmittag besuchen Sie das Museum über die legendären Schlacht von Poltawa, in welcher der russische Zar Peter I. den schwedischen König Karl VII. siegreich schlug und damit seinen Einfluß in Mitteleuropa bedeutend vergrößern konnte.

    Am frühen Abend steigen Sie in den Schnellzug, der Sie zurück nach Charkiw bringt. (F)

    6.Tag - Wahlbesichtigungen: Charkiw heute

    An diesem Tag stehen Ihnen mehrere Besichtigungsprogramme zur Auswahl, die sich mit Charkiw aus einem anderen Blickwinkel beschäftigen, die Folgen der sowjetischen Vergangenheit für das heutige Leben in Charkiw zu betrachten. Folgende Besichtigungsziele können Sie buchen:

    Das Traktorenwerksviertel
    Nach dem Sieg der Bolschewiki in Russland entwickelten die revolutionären Visionäre den Traum einer neuen Gesellschaft, eines neuen Menschen, der sich mit der offenen Gesellschaft vereinigt und die "reaktionären" Fesseln der Familie abstreift. Das bedeutete, dass dieser moderne Mensch in der Gesellschaft aufging und als Individuum verschwand. Das hieß in der Konsequenz, dass die modernen Sowjetmenschen ohne Unterschiede gemeinsam arbeiteten, aßen und wohnten - ohne Schranken.

    In diesem Geiste wurden in den 1930-er Jahren im Städtebau neue Wohn- und Arbeitsverhältnisse geschaffen, ganze Viertel um dieses Zusammenleben herum errichtet. Das Stadtviertel am einstigen Traktorenwerk, früher „Novi Charkow“ (das neue Charkow) genannt, ist eines dieser Viertel, dessen Struktur wir gemeinsam ergründen. Ganze Wohnkomplexe sind vom Konstruktivismus – dem in den 1920-1930er in Charkiw überwiegenden Baustil - geprägt.

    Leider ist die Umsetzung der utopischen Ideen eher tragisch verlaufen: Heute sorgen die einst ideologisch richtigen Wohnhäuser ohne Küchen für zahlreiche soziale Probleme. Die Geschichte von großen Träumen und brutaler Realität am Beispiel eines Stadtviertels…

    Die Moskaljowka - ein unbekanntes Stück Charkiwer Geschichte
    Die Geschichte jeder Stadt wird stets mit ihrer Stadtmitte verbunden – einem gut aussehenden, gepflegten Stadtteil. Er wird auch als ein Muss stolz den Reisenden präsentiert. Dabei verbergen auch andere, weniger pompöse Stadtteile, gewaltige Stücke Geschichte. So ist Moskaljowka in Charkow: ein nah am „normalen“ Stadtzentrum gelegenes, aber selbst den Einheimischen wenig bekanntes Gelände, dessen Straßen und Gebäude als erste in der Stadt entstanden.

    Mit dem Stadtviertel Moskaljowka sind die Namen vieler bekannter Persönlichkeiten verbunden, die hier einmal gelebt haben: Komponisten (Isaak Dunajewskij), Sänger (Klaudia Schulshenko), berühmte Schriftsteller (Hrihorij Kwitka- Osnowjanenko), Chirurgen (Leonard Girschman, Augenchirurg) und sogar Wassil Kritschewskij, der Autor des Staatswappens der Ukraine, sprich des Dreizacks.

    Nach der Errichtung von einigen Fabriken verwandelte sich der historische Stadtteil in ein Industriegebiet. Die schwere Industrie brachte soziale Probleme mit sich: Daran liegt nämlich, warum Moskaljowka kein beliebtes Ziel für Touristen ist.

    Ein Bummel durch Moskaljowka ist packendes Erlebnis, denn die Gegend ist voller Gegensätze und schwebt zwischen der glänzenden Vergangenheit und der trüben Gegenwart.

    Das deutsche Charkiw
    Nicht viele Charkiw- Reisende wissen, dass die Stadt, die so viele Kilometer östlich von Deutschland liegt, vielfältige historische Beziehungen mit diesem Land hat. Die Deutschen haben zur Entwicklung Charkiws wesentlich beigetragen. Seit der Gründung der Stadt im 17. Jahrhundert und später, insbesondere im 19. Jahrhundert, waren es die Deutschen, die das kulturelle und wissenschaftliche Gesicht Charkiws prägten. Allein die Tatsache, dass in den ersten Jahren des Bestehens der Charkiwer Universität eine Hälfte der Professoren deutscher Herkunft waren, sagt viel. Und dass niemand anderer als Johann Wolfgang Goethe für die Auswahl der Professoren zuständig war, sagt noch mehr.

    Die Deutschen in Charkiw: Ärzte, Wissenschaftler, Kaufleute, Apotheker… Das Schicksal der Nation ist mit dem Schicksal Charkiws für immer eng verflochten. Und wir folgen zusammen den Spuren der Deutschen von Charkiw und entdecken zahlreiche spannende Geschichten. (F)

    7.Tag - Abschied von Charkiw

    Heute nehmen Sie Abschied von Charkiw. Pünktlich vor Abfahrt des Zuges oder Ihrem Abflug holt Sie unser Fahrer im Hotel ab und bringt Sie zum Bahnhof oder Flughafen in Charkiw, wo Sie Ihre Heimreise oder Weiterreise durch die Ukraine antreten. (F)

    (F) = Frühstück
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