Westukraine Reise, Galizien, Bukowina, Karpaten, Transkarpatien

Geführte Kleingruppen Rundreise durch die Westukraine


Auf unserer Westukraine Rundreise entdecken Sie und einige gleichgesinnte Reisenden gemeinsam mit unserem deutschsprachigen Reiseführer eine atemberaubende Vielzahl von Kulturen, Religionen, Nationalitäten und Epochen.

Sie besuchen die bekanntesten Metropolen der Westukraine - Lemberg und Czernowitz - und tauchen ein in die Geschichte Galiziens und der Bukowina. Wir präsentieren Ihnen Spuren kaum bekannter Zivilisationen, Zeugnisse verschwundener Hochkulturen und gelebtes Kulturerbe in den Karpaten.

Daneben erleben Sie die vielfältige, wilde und einzigartige Natur der Ukraine - große Flüsse wie den Dnister und den Prut, Kalksteinhöhlen, die kaum besiedelten, einsamen Karpaten, sanft gewellte Landschaften in Ostgalizien und der Bukowina, plattes Land mit aufragenden Bergen in Transkarpatien.

Natürlich begegnen Sie unzähligen Ukrainern auf unserer Gruppenreise durch die Westukraine, die Ihnen etwas vom Land und ihrem Leben vermitteln wollen.

In den Karpaten besuchen Sie die Schafshirten auf den Hochebenen (Poloninas genannt), schauen Keramikkünstlern über die Schulter, werden vom Teppichweber mit typisch ukrainischer Küche und Selbstgebranntem bewirtet, und verkosten rote und weiße Weine im ukrainisch-ungarisch-rumänisch geprägten Transnistrien.

Ein orthodoxer Diakon entführt Sie in eine kaum mehr vorhandene Glaubenswelt und ein prominenter Lemberger Kunstprofessor verbindet in einer griechisch- orthodoxen Kirche Glauben und Kunst.

Sie reisen im bequemen, klimatisierten Reisebus und übernachten in kleinen, sauberen Mittelklassehotels, zum Teil Landhotels, mit engagiertem kundenfreundlichen Personal. Ihr deutschsprachiger erfahrener und ortskundiger Reiseführer begleitet Sie durchgehend auf der Reise und ist für alle Fragen zuverlässiger Ansprechpartner. Wir achten darauf, die Gruppe klein und familiär zu halten, und für alle Besichtigungen genügend Zeit einzuplanen.

Mindestteilnehmerzahl: 8
Höchstteilnehmerzahl: 20

Wenn Sie diese Westukraine Rundreise lieber allein und individuell unternehmen möchten, finden Sie hier unser Westukraine Individual Rundreise Angebot.

15 Tage
Gruppenreise
Rundreise
Mittelklassehotels
Vollpension
deutsch
Fahrer + Auto
im Reisepreis enthalten
RRUAW2
    1. Tag Anreise. Stadtführung
    2. Tag Zhovkva. Krechiv
    3. Tag Solotschiw. Olesko. Brody
    4. Tag Potschajew. Kremenez. Tarakaniv. Berestetschko.
    5. Tag Ternopil. Butschatsch
    6. Tag Tschortkiv. Werteba. Tscherwonohorod
    7. Tag Kamjanez Podilskij. Chotyn
    8. Tag Czernowitz
    9. Tag Ausflug Altgläubige (Lipowaner)
    10. Tag Huzulentag Karpaten
    11. Tag Besuch der Polonina
    12. Tag Transkarpatien. Mukatschewo
    13. Tag Uschgorod. Truskawetz
    14. Tag Drohobytsch
    15. Tag Abreise

    1.Tag: Anreise in die Ukraine. Lemberg Stadtführung.

    Sie reisen mit dem Flugzeug nach Lemberg, wo Sie am frühen Nachmittag ankommen. Dort erwartet Sie unser deutschsprachiger Reiseführer am Flughafen und heißt Sie herzlich willkommen. Er begleitet Sie ins Hotel und hilft Ihnen beim Bezug Ihrer Zimmer.

    Anschließend unternehmen Sie einen Rundgang durch die historische Altstadt Lembergs, die heute zum Unesco Kulturerbe gehört. Sie entdecken u.a. die Nationaloper auf dem Freiheitsboulevard, den Marktplatz mit dem restaurierten Rathaus der Stadt, besuchen die armenische und die Dominikanerkirche und spazieren durch die Gäßchen der Altstadt an allerlei interessanten Orten, Gebäuden, Cafés und Restaurants vorbei.

    Am Abend nehmen Sie Ihr Nachtmahl in einem guten Restaurant im Stadtzentrum ein. Der Rest des Abends steht Ihnen zur freien Verfügung. Übernachtung in Lemberg

    Lemberg Reisebuchtipp


    Lemberg Reiseführer

    2.Tag: Zhovkva und Krechiv

    Gemeinsam mit unserem deutschsprachigen Reiseführer fahren Sie nach Zhovkva, einer kleinen Stadt mit einer Reihe gut erhaltener Renaissancebauten im Stadtkern. Sie besichtigen den kleinen Ort, besuchen den Marktplatz, der vom markanten Renaissanceschloß und dem Rathaus begrenzt wird. Sie besuchen die Kathedrale des Heiligen Laurentius und die ehemalige jüdische Synagoge, die bis heute vom Reichtum der Vielfalt der jüdischen Kultur in Zhovkva bis zum Holocaust kündet.

    Am Nachmittag besuchen Sie das griechisch- katholische Wassilius- Kloster in Krechiv, nehmen an einer Führung durch das Kloster teil und lernen das einfache, tiefreligiöse Leben der griechisch- katholischen Mönche kennen. Zum Kloster gehören das Höhlenkloster aus dem Beginn des 17. Jahrhunderts, die St. Nikolakirche von 1669 sowie die Wehranlage mit Mauern und Türmen.

    Am Abend kehren Sie nach Lemberg zurück und essen zu Abend. Anschließend haben Sie Freizeit.

    3.Tag: Solotschiw, Olesko, Brody

    Am Morgen verlassen Sie mit dem Reisebus Lemberg in Richtung Osten und durchqueren die sanft gewellten ostgalizischen Weiten. In Solotschiw (Zolotchiv) besichtigen Sie das einstige Wehrschloß aus dem 17. Jahrhundert im pittoresken Renaissancestil und einen chinesischen Pavillon, welche Jakub Sobieski, der Vater des gleichnamigen polnischen Königs Jan Sobieski, errichten ließ und mit mächtigen Bastionen umgab.

    In Olesko besichtigen Sie ein weiteres Schloß Jan Sobieskis aus der polnischen Epoche Galiziens. Hier essen Sie zu Mittag und können im Schloßpark mit seinen anregenden Kunstinstallationen einen Erholungsspaziergang unternehmen.

    Anschließend besuchen Sie das kleine Städtchen Brody, welches durch die Romane Joseph Roths, aus denen uns der Geist der untergehenden k.u.k.- Monarchie zu Beginn des 20. Jahrhunderts entgegen weht, weltbekannt wurde.

    Am Abend kommen Sie in Potschajiw an und nehmen dort Quartier. Sie essen im Hotel zu Abend und lassen einen anstrengenden Tag erholsam ausklingen.

    4.Tag: Potschajiw, Kremenez, Tarakaniw und Berestetschko

    Am frühen Morgen haben Sie Gelegenheit, im russisch-orthodoxen Höhlenkloster von Potschajiw, welches in den besonderen religiösen Rang eines Lawra erhoben wurde, den Morgengottesdienst zu feiern oder die prächtig verzierten Kirchen zu bestaunen.

    Nach dem Frühstück fahren Sie mir dem Bus nach Kremenez und besichtigen die Festung Bona, die schon zu Zeiten der Kiewer Rus entstand und jahrhundertelang allen Angriffen wiederstand. Dazu betrachten Sie die beeindruckenden Kirchenbauten des kleinen Städtchens, darunter das Jesuitenkolleg. Auf einem kurzen Abstecher besuchen Sie auf einer Anhöhe über dem Städtchen Kosakengräber aus dem 17. Jahrhundert.

    Auf der Fahrt wechseln Sie in die Neuzeit und besuchen anschließend die gewaltige Festungsanlage in Tarakaniw, die Zar Nikolaus II. zu Beginn des 20 Jahrhunderts gegen eventuelle Angriffe der k.u.k.- Monarchie vor dem 1. Weltkrieg errichten ließ.

    Danach wandern Sie rückwärts in der Zeit und beschäftigen sich in Berestetschko mit der Geschichte der Kosaken. In dem kleinen Örtchen tobte im 17. Jahrhundert eine gewaltige Schlacht der Kosaken gegen die Polen, in der die Kosaken durch Verrat eine schwere Niederlage erlitten. Das in Berestetschko errichtete Denkmal kündet von diesem Trauma.

    Am Abend kehren Sie nach Potschajiw zurück, nehmen Ihr Abendessen ein und erholen sich in der Stille der Klosterstadt.

    5.Tag: Ternopil, Butschatsch

    Am Morgen geht es mit dem Bus weiter nach Süden. Sie unternehmen einen kurzen Rundgang durch die ostgalizische Stadt Ternopil, die auf wechselhafte Geschichte zurückblickt. Ternopil ist heute Gebietshauptstadt und damit ein pulsierendes Zentrum.

    Anschließend fahren Sie nach Butschatsch, ein kleines Städtchen in einer Flußschleife der Stripa, dessen Rathaus aus dem 18. Jahrhundert durch seine Dachfiguren des bekannten Bildhauers Johann Georg Pinsel große Bekanntheit besitzt. Pinsel schuf in seiner Schaffensperiode neben Steinskulpturen mit großer Ausdruckskraft auch eine Reise sehr bekannter Hochaltare und kirchliche Holzfiguren im Sile des süddeutschen Rokoko.

    Sie besuchen in Butschatsch auch das Geburtshaus des hebräischen Schriftstellers Samuel Agnon und nehmen das Gymnasium in Augenschein, welches der junge Simon Wiesenthal besuchte. Wiesenthal wurde in Butschatsch in eine große und kulturell reiche jüdische Gemeinde hineingeboren, von der in Holocaust und sowjetischer Periode kaum etwas übrig blieb - nur auf dem jüdischen Friedhof findet man noch Spuren der Butschatscher Juden.

    In Butschatsch übernachten Sie, vorher gibt es ein Abendessen in einem kleinen Restaurant.

    6.Tag: Tschortkiw. Werteba und die Trypillja Kultur. Tschwerwonohorod und die Rote Rus

    Auf einer Rundfahrt durch das sanft gewellte Land am Dnister besuchen wir in Tschortkiw zunächst eine sehr schöne orthodoxe Holzkirche und tauchen dann in die Frühzeit der Besiedlung dieses Landstriches. Dazu besuchen wir die Wertebahöhle, die über Jahrtausende durch Ausspülung des hier vorkommenden Gipssteins entstand. In der Werteba lebten vier bis zwei Jahrtausende vor Beginn der Zeitrechnung eine bei uns kaum bekannte, zu seiner Zeit sehr fortschrittliche Kultur, die heute als Trypillja (rus. Tripolje, in Rumänien unter dem Namen Cutuceni) bekannt ist. Namensgebend war die Art, wie sie Ackerbau betrieben - in Dreifelderwirtschaft (try pillja - drei Felder). In der Höhle fanden Forscher markant verzierte Keramikgegenständen und -scherben, Schmuck und Alltagsgegenstände aus Knochen und Stein. Diese Funde können sie in der Exposition der Höhle besichtigen.

    Danach begeben Sie sich nach Monastyrok, hoch über dem tief eingeschnittenen Flußbett des Seret. Sie haben einen beeindruckenden Blick über das mäandernde Flußtal und die Landschaft, anschließend besuchen Sie einen heidnischen Kultplatz in der Felswand über dem Fluß.

    Von dort aus fahren Sie an die steilen Ufer des Dnister und beschäftigen Sie an der Schloßruine von Tscherwonohorod mit der Roten Rus (auch bekannt als Rothreußen oder Rotrussland) aus dem 14. Jahrhundert. Am nahegelegenen Dschuryn- Wasserfall ist Gelegenheit für eine Erfrischung.

    Am Abend kehren Sie nach Butschatsch zurück, essen zu Abend und haben Freizeit.

    Westukraine Reisebuchtipp


    Westukraine Reiseführer

    7.Tag: Mittelalterliche Festungen in Kamenetz Podilskij und Chotin

    Auf dem Weg nach Czernowitz besichtigen Sie heute mehrere Festungsanlagen aus verschiedenen Jahrhunderten. In Skala Podilska besuchen Sie kurz die Ruine des Wehrschloßes aus dem 15. Jahrhundert und genießen den weiten Blick über den Fluß Sbrutsch und das sanft gewellte Land. Von hier aus durchqueren Sie den Nationalpark Podilski Tovtry, ein Naturreservat von einzigartiger Schönheit mit duftenden Kiefernwäldern und durchzogen von klaren Bächen und Flüßchen.

    In Kamenetz Podilskij, welches am Ufer des Flußes Smotrytsch errichtet wurde, unternehmen Sie einen Stadtrundgang durch die mittelalterliche Festungsstadt, die heute zum Unesco Kulturerbe gehört. Hier haben Sie auch Gelegenheit für ein Mittagessen in einem traditionellen ukrainischen Restaurant. Nach der Mittagspause besuchen Sie die Festung in Chotin hoch über dem Dnister und fahren weiter.

    Am Abend erreichen Sie die Bukowina und nehmen Quartier in ihrer Hauptstadt - in Czernowitz. Sie genießen Ihr Abendessen und haben anschließend Freizeit für erste Entdeckungen in der schönen Czernowitzer Altstadt.

    8.Tag: Czernowitz, Perle des Kronlands Bukowina

    Heute entdecken Sie die Geschichte und das kulturelle Vermächtnis der Hauptstadt der Bukowina, der Heimat von Rose Ausländer, Paul Celan und Joseph Burg.

    Dabei besichtigen Sie unter anderem die Czernowitzer Jurij Fedkowitsch Universität, zu deren baulichem Ensemble auch die ehemalige Residenz des griechisch-orthodoxen Erzbischofs von Czernowitz, Basil von Repta gehört. Im hier ansässige Bukowinazentrum können Sie sich über die Pflege des deutschen Sprachtums in Czernowitz informieren. Sie besuchen das Geburtshaus von Paul Celan, die Philharmonie, das markante Tschernowitzer Stadttheater, das Deutsche Haus und die wunderschönen Gründerzeitbauten in der Golowna vul. und der Olha- Kobylyanskaya- Straße.

    Am Nachmittag besuchen Sie das Jüdische Haus und besichtigen das Museum für jüdische Geschichte in Czernowitz. Sie besuchen den Jüdischen Friedhof am Rande von Czernowitz.

    Am Abend erleben Sie nach dem Abendessen in einem Konzert des sehr bekannten jüdischen Orchesters von Czernowitz unter der Leitung von Lew Feldmann Stilblüten von Klezmer bis Schlager.

    9.Tag: Ausflug ins Dorf der Altgläubigen

    Mit dem Bus fahren Sie bis nahe an die ukrainisch- rumänische Grenze und besuchen dort den ehemaligen Metropolitensitz einer christlich- orthodoxen Minderheit - der Altgläubigen.

    Diese Altgläubigen, auch "Lipowaner" genannt, verweigerten sich im 17. Jahrhunderten religiösen Reformen im russischen Zarenreich, weil sie in Ihnen die Ankunft des Antichristen auf der Erde befürchteten. Für ihre Haltung wurden Sie von der russischen Obrigkeit erbarmungslos verfolgt und fanden hier im einsamen Vorkarpatenland ein Versteck für sich und ihren Glauben.

    Ein Diakon der Altgläubigen begrüßt Sie und führt Sie durch das Dorf. Beim Besuch der altgläubigen Kirchen erklärt er Ihnen den Unterschied zwischen den christlich orthodoxen Glaubenströmungen und berichtet Ihnen vom heutigen Leben der Altgläubigen.

    Am Abend kehren Sie nach Czernowitz zurück, essen zu Abend und haben Freizeit.

    10.Tag: In die Karpaten. Das Vermächtnis der Huzulen

    Sie verlassen Czernowitz und erklimmen bequem im klimatisierten Bus die Karpaten. In Kosiv unternehmen Sie einen Bummel über den kleinen Kunsthandwerksmarkt in der Ortsmitte und besuchen anschließend eine Keramikmanufaktur, die ihre Produkte mit traditionellen Mustern und Farben des Volksstammes der Huzulen, der hier lebt, verziert.

    Zur Mittagszeit besuchen Sie einen Teppichweber, der bis heute traditionell in Handarbeit Schafwollteppiche, sogenannte Lizhnyks, mit original huzulischen Mustern herstellt. Er zeigt Ihnen seine Werkstatt, bewirtet Sie mit ukrainischer Küche und lädt Sie auf eine Verkostung von Selbstgebranntem ein.

    In den Karpaten besuchen Sie auf einer kurzen Wanderung einen Musikinstrumentenbauer, der auf selbstgemachten traditionellen huzulischen und ukrainischen Musikinstrumenten Volkslieder und Ständchen zum besten gibt. Erleben Sie ukrainische Lebensfreude im Spiel der Sopilka und der Zimbel, die Schwere der ukrainischen Geschichte durch die huzulische Geige mit ihrem, aus einem Stück geschnitzten Körper, und die Weite der Berge im Klang der Trembita.

    Am Abend erreichen Sie ein kleines Berghotel in den stillen ukrainischen Karpaten. Dort nehmen Sie Ihr Abendessen ein und haben abends bei klarem Wetter Ausblick auf einen phantastischen Sternenhimmel.

    11.Tag: Zu Besuch bei den Karpaten- Schafhirten

    Heute gehts in die Berge, teils mit dem Bus, teils zu Fuß. Gutes Schuhwerk und eine mittlere Kondition sind gefragt, wenn Sie auf einer saftig bewachsenen Karpatenalm die Schafhirten besuchen, die hier mit den Herden aus dem Tal den Sommer verbringen. Sie erhalten einen Einblick in das einfache Leben auf der Alm, können bei der Herstellung des huzulischen Käse Brinsa zuschauen und werden mit einem schmackhaften Lamm- Schaschlyk bewirtet.

    Die Zeit in der klaren Karpatenluft verfliegt wie im Flug, Sie genießen den weiten Blick über die nur spärlich besiedelten Gipfel und können in der Gemächlichkeit des ukrainischen Alltagslebens entschleunigen.

    Am späten Nachmittag geht es weiter nach Rachiw, einem kleinen Städtchen nahe einem der geografischen Mittelpunkte Europas. Bei einem Besuch dieses geografischen Mittelpunktes ändert sich bei vielen westlichen Touristen das mentale europäische Koordinatensystem, ist der Osten auf einmal viel weiter entfernt als gedacht.

    Sie essen in einem kleinen Hotel zu Abend, können noch einen Bummel durch das Stadtzentrum von Rachiw unternehmen und übernachten hier.

    12.Tag: Transkarpatien. Karpatenbüffel und Holzkirchen. Mukatschewo

    Mit dem Bus durchqueren Sie den ukrainischen Karpatenbogen mit uralten Buchenwäldern, die heute zum UNESCO Weltnaturerbe gehören, und betreten auf dessen Rückseite die Vorläufer der pannonischen Ebene, Transkarpatien. Diese Region ist wie keine andere ukrainische Region durch eine sehr wechselhafte Geschichte gegangen, hier herrschten Ungarn, Rumänen, der österreichische Kaiser, die selbst sehr jungen Tschechoslowaken und natürlich die Sowjets. Diese Vielfalt der Nationalitäten und Kulturen beherrschen die Begegnungen an diesem Tag.

    Sie setzen sich mit der Traditionspflege der verschiedenen Völkerschaften in Transkarpatien auseinander und schauen sich zwei einzigartige orthodoxe Holzkirchen im Stile der transkarpatischen Gotik (auch Maramures- Gotik genannt) an, in denen kein einziger Metallnagel verbaut wurde.

    Auf einer kleinen Schutzfarm essen Sie zu Mittag, welches liebevoll mit lokal erzeugten Zutaten bereitet wird. Ein engagiertes Team junger Leute hat sich hier der Erhaltung und Rückzüchtung sehr alter, lokaler Haustierrassen verschrieben. Legendär: der Büffelmozarella aus der Milch der Karpatenbüffel.

    Dass Transkarpatien berühmt ist für seine reichen Salzvorkommen, erfahren Sie unterwegs. Dabei haben Sie Gelegenheit, etwas für Ihr Wohlbefinden zu tun. Sie besuchen bei Beregowe ein modernes Solebecken und können in der gesunden Atmosphäre verweilen.

    Nach dem Abendessen, haben Sie Freizeit und übernachten anschließend in einem Mittelklassehotel in Mukatschewo.

    13.Tag: Uschgorod. Durch die Karpaten. Truskawetz.

    Nach dem Frühstück unternehmen Sie einen Bummel durch die restaurierte Innenstadt von Mukatschewo und entdecken die Spuren der multikulturellen Vergangenheit des Städtchens. Ausserdem besuchen Sie die kleinen Schlösser in Mukatschewo und Uschgorod. Auf dem Weg von Mukatschewo nach Uschgorod verkosten Sie transkarpatische Weine. Anschließend unternehmen Sie einen Bummel durch Uschgorod, die westlichste Stadt der Ukraine. Auch hier bündelt sich die Geschichte mehrerer Nachbarvölker, was im Stadtbild zu erkennen ist.

    Zur Mittagszeit verlassen Sie Transkarpatien in fahren gen Norden durch die Karpaten. Unterwegs steigen Sie aus dem Bus aus und fahren mit der Elektritschka ein paar Stationen durch malerische Landschaft. Die Elektritschka ist das traditionelle Fortbewegungsmittel der Ukrainer zwischen Transkarpatien und Lemberg - ein kleiner Vorortzug im Bummeltempo, der Sie ganz nah an die Ukrainer und das ukrainische Lebensgefühl heranbringt.

    Am späten Nachmittag kommen Sie, dann wieder mit dem Bus, in Truskawetz an. Im beschaulichen Karpatenkurort, der schon zu k.u.k.- Zeiten über die Landesgrenzen berühmt war, nehmen Sie Abendessen und Quartier in einem behaglichen Mittelklassehotel.

    14.Tag: Drohobytsch

    Am Morgen erwartet Sie in Truskawetz eine Verkostung des hier gewonnenen, sehr gesunden und bekömmlichen Mineralwassers, dem Truskawetz seinen Ruf verdankt.

    Anschließend fahren Sie ins nahegelegene Drohobytsch, ein galizisches Städtchen, dem der Schriftsteller Bruno Schulz in seinen Geschichten, darunter die weltbekannten "Zimtläden", ein Denkmal setzte. Er selbst hat hier Geschichten erzählt, aber leider kaum Geschichte hinterlassen. dennoch ist Drohobytsch eine Reise wert.

    Nach all den besuchten Holzkirchen haben Sie in Drohobytsch nun endlich Gelegenheit, sich vom Inneren der Kirchen verzaubern zu lassen. Dazu empfängt Sie der Lemberger Kunstprofessor Lew Skop in einer griechisch- katholischen Holzkirche, die er gerade restauriert und neu ausschmückt. Dabei gibt er Ihnen einen Einblick in die christliche Figurenwelt und die Besonderheiten des griechisch katholischen Glaubens. Bei Kaffee und Keksen gibt es noch einige selbst komponierte musikalische Impressionen des sehr vielseitigen Künstlers. Anschließend fahren Sie nach Lemberg.

    Am frühen Abend kommen Sie in Lemberg an und können einen Bummel durch die schöne Altstadt unternehmen oder aus einem der vielen Straßencafés gemütlich dem lebendigen Treiben in der ostgalizischen Stadt zuschauen.

    15.Tag: Lemberg. Abreise.

    Am Morgen haben Sie Gelegenheit für einen Bummel durch das historische Stadtzentrum und Souvenireinkäufe.

    Pünktlich vor Ihrem Abflug bringt Sie der deutschsprachige Reiseführer im Bus zum Flughafen, ist Ihnen beim Checkin behilflich und verabschiedet Sie bis zum nächsten Mal in der Ukraine. Danach treten Sie Ihre Heimreise an.
    westukraine, reise
    nach oben