Weinreise Südukraine, Moldawien und Rumänien, Taurien, Odessa, Bessarabien

Önologische Erlebnisse zwischen Dnjepr und Donau


Auf unserer Weinreise durch die Südukraine, Moldawien und Rumänien präsentieren wir Ihnen neben den bekanntesten Weingütern Schabo und Cricova mehrere neu aufsteigende Sterne am Weinhimmel der Ukraine und Moldawiens. Von der taurischen Steppe über Odessa, durch Moldawien bis nach Rumänien, immer entlang der Schwarzmeerküste, führt unser Weg.

Durch ihre günstige geografische Lage (die Südukraine liegt in etwa auf dem selben Breitengrad wie die Weinanbaugebiete Italiens und Südfrankreichs) genießt der Wein endlose Sonnenstunden bei großer Wärme und kann so große Mengen an Zucker aufbauen. So entstehen hier vor allem voluminöse Dessert- und Likörweine, mit Portwein, Sherry oder Rivesaltes vergleichbar. Daneben entstehen seit mehreren Jahrzehnten neue charaktervolle fruchtige Weiß- und Rotweine mit geringer Säure.
  Auch moldawische Weine sind bekannt für hohen Zuckeranteil und akzentreiche Aromen. Dabei entstehen neben den traditionellen Keltermethoden auch neue Konzepte junger Weinbauern, die sich aus der sowjetischen Weintradition befreien und neue Weine für den westeuropäischen Gaumen kreieren wollen.

Dazu lernen Sie in Cotnari eines der ältesten Weingüter Rumäniens kennen, welches im westlichen Europa kaum bekannt ist. Hier wird aus einer einzigartigen Traube ein hervorragender lieblicher Tropfen hergestellt, der einem Vergleich etwa mit dem französischen Montbazillac mühelos standhält.

Auf der Reise erhalten Sie einen Einblick in die Anbaumethoden, sowie den natürlichen Reichtum an Sonne und nahrhaften Böden, lernen die hier angebauten Rebsorten kennen und entdecken die Besonderheiten im Veredlungsprozeß, die die einzelnen Weingüter zur Herstellung ihrer goldgelben und purpurnen Kostbarkeiten einsetzen. Natürlich steht bei jeder Weingutsbesichtigung eine Weinverkostung mit auf dem Plan.

Unterwegs bringen wir Sie in guten Mittelklassehotels in Zimmern mit eigener Du/WC unter und verpflegen Sie in Vollpension (F,M,A), vorzugsweise aus lokaler Küche. Sie erleben traditionelle Gastfreundschaft und die Gemächlichkeit des Lebens in Südosteuropa, wo die Uhren so ganz anders laufen als im hochoptimierten Deutschland.

Natürlich lernen Sie auf Ihrer Reise auch die touristischen Besonderheiten der Region kennen, lebensfrohe Städte wie Saporizhja, Odessa, Chisinau und Iasi, die einsame taurische Steppe und das multinationale Bessarabien.

Mindestteilnehmerzahl: 8
Maximalteilnehmerzahl: 20

Diese Reise bieten wir Ihnen gern auch als Individualreise oder als Reise für Ihre Reisegruppe zum Wunschtermin an.
9 Tage
Gruppenreise
Rundreise
Mittelklassehotels
Vollpension
deutsch
Fahrer + Auto
im Reisepreis enthalten
RRWEIN1
    1. Tag Anreise
    2.Tag Saporizhja. Kosaken
    3. Tag Odessa
    4. Tag Bessarabien
    5. Tag Purcari. Transnistrien
    6. Tag Chisinau
    7. Tag Cricova
    8. Tag Cotnari. Iasi
    9. Tag Abreise

    1. Tag: Anreise in die Ukraine

    Sie fliegen von Frankfurt/ Main (andere Flughäfen gegen Aufpreis) nach Dnipropetrowsk. Nach der Ankunft auf dem Flughafen begrüßt Sie Ihr deutschsprachiger Reiseführer und heißt Sie in der Ukraine herzlich willkommen.

    Gemeinsam fahren Sie nach Saporizhja (Zaporizhya), wo Sie Ihre Hotelzimmer beziehen und das Reiseprogramm der kommenden Tage besprechen.

    Am späten Nachmittag unternehmen Sie einen gemütlichen Stadtbummel durch das Zentrum Saporizhjas mit seinen weitläufigen Parks und Blumenrabatten, entdecken das Flair und den Rhytmus der urbanen Metropole.

    Übernachtung in Saporizhja

    2. Tag: Saporizhja. Das Vermächtnis der Kosaken. Önologische Schätze Tauriens

    Am Morgen besuchen Sie die Insel Chortizja. Wo sich heute das moderne Saporizhja befindet, formte das Wasser des Dnjeprs vor vielen Jahrhunderten in seiner Mitte eine natürliche Insel, die im 16. Jahrhundert einer besonderen Gruppe der ukrainische Nationalgeschichte Schutz und Unterschlupf bot - den Kosaken. Sie lernen die Kosaken beim Besuch der Insel Chortizja abseits jeder Folklore kennen; erfahren, warum und wie die Kosaken die Region besiedelten, und bestaunen eines der ersten quasidemokratischen Gemeinwesen in Europa.

    Danach verlassen Sie Saporizhja und folgen mit dem Bus dem Lauf des mächtigen Dnjepr. Unterwegs besuchen Sie einen der imposanten Kurgane aus Skythenzeiten, in denen Archäologen das berühmte Skythengold entdeckten, und besuchen ein malerisch über dem Dnjepr gelegenes orthodoxes Männerkloster. Am schier endlosen Dnjepr-Stausee, der an einem mächtigen Wasserkraftwerk seinen Abschluß findet, wartet ein spätes Mittagessen sowie die Besichtigung des Weingutes des Fürsten Trubezkoi auf Sie. Fürst Peter Trubezkoi ist neben Fürst Lew Golizyn die zweite bedeutende Persönlichkeit, die den Weinbau in Russland im 18. Jahrhundert vorantrieb.

    Gegenwärtig zeichnet sich der Betrieb durch die Produktion von Qualitätsweinen der Rebsorten Aligoté, Chardonnay und Riesling aus. Die Reberziehung erfolgt vornehmlich im Guyot- und Kordonsystem.

    Nach der Verkostung fahren Sie zum Zielort der heutigen Reiseetappe nach Nikolajew, wo wir für Sie in einem ruhig gelegenen Hotel mit schöner Sommerterrasse am Fluss Bug das Abendessen und Ihre Zimmer reserviert haben.

    Übernachtung in Nikolajew

    3. Tag: Odessa, die Schwarzmeerschöne

    Heute reisen wir weiter in die berühmte Hafenstadt Odessa, die auf Anweisung von Zarin Katharina der Großen im Jahre 1794 gegründet wurde.

    Nach Ihrer Ankunft im Hotel und dem anschließenden Mittagessen zeigen wir Ihnen während eines gemütlichen Spaziergangs die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Schwarzmeermetropole, darunter das weltbekannte, nach dem Vorbild der Mailänder Skala errichtete Odessaer Opernhaus, die namhafte Treppe aus Sergej Eisensteins Film "Panzerkreuzer Potjomkin", den Primorskij Boulevard, die Flaniermeile Deribassowskaja, sowie das sehenswerte, Ende des 19. Jahrhunderts im russischen Imperialstil erbaute Handelszentrum "Passage".

    Unterwegs können Sie die besondere Atmosphäre Odessas aufnehmen und viel über die Lebensweise der Odessiten und die multikulturelle Geschichte der Stadt erfahren.

    Nach dem Mittagessen besuchen wir das Museum der lokalen Kognakbrennerei, erforschen die Geschichte dieses Familienunternehmens seit Mitte des 19. Jahrhunderts und verkosten die Spitzenprodukte der Firma, deren Ausgangsmaterialien von den ausgedehnten Weinbergen rund um Odessa stammen. Am Abend wartet im Hotel das Abendessen auf Sie.

    Übernachtung in Odessa

    4. Tag: Flüssiges Gold in Bessarabien. Akkerman und Schabo. Moldawien.

    Auf Ihrer Weinreise durch die Südukraine erwartet Sie ein weiterer Höhepunkt. Sie fahren zunächst in die kleine, am Ufer des Flusses Dnister gelegene Stadt Belgorod, wo Sie die imposante, im 13. - 15. Jahrhundert errichtete Festungsanlage Akkerman besichtigen, die lange Zeit als nördlicher Außenposten zur Verteidigung des Osmanischen Reichs diente.

    Gegen Mittag treffen Sie im Weinbauörtchen Schabo ein. Hier begründeten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Kolonisten aus der französischen Schweiz, die von Zar Alexander dem I. gerufen wurden, den Weinbau in der Region Bessarabien. Dieser langen, erfolgreichen Tradition verpflichtet, arbeitet ein kleines Weingut, das von einem französischen Weinliebhaber betrieben wird und seit einigen Jahren qualitativ hochwertige Rot- und Weißweine auf ausschließlich ökologische Weise erzeugt.

    Nach Ihrer Ankunft empfängt Sie eine reich gedeckte Tafel mit verschiedensten Gaumenfreuden der französischen und südrussischen Küche. Im Anschluss an das Bankett begehen Sie unter fachkundiger Begleitung Weinfelder und Kellerei des Gutes. Selbstverständlich präsentieren wir Ihnen während einer ausführlichen Degustation die besten Weinkreationen des Kellermeisters.

    Am Nachmittag setzen Sie Ihre Reise nach Moldawien fort und besuchen ein sehr junges Weingut, in dem ein hochmotiviertes Önologenteam neue hocharomatische Rotweine aus biologischem Anbau kreiert. Auf einer Degustation können Sie sich von der hohen Qualität der Cuvées und Auslesen überzeugen. Sie lernen einen sympatischen Familienbetrieb kennen und erfahren nebenbei viel über die ökonomische Situation des südosteuropäischen Landes.

    Sie übernachten auf einem mondänen Weingut in Purcari.

    5. Tag: Purcari. Transnistrischer Kognak.

    Der Vormittag steht im Zeichen des ältesten Weinguts Moldawiens in Purcari. Hier werden neben bekannten Rebsorten wie Chardonnay und Merlot auch lokale Sorten wie Rara Neagra und Negru de Purcari angebaut. Sie nehmen an einer Degustation teil und lernen diese lokalen Spezialitäten kennen.

    Anschließend besuchen Sie in Tiraspol den örtlichen Kognakbrenner KVINT und verkosten die hier entstehenden aromatischen Tröpfchen, die zu den besten Kognaks Moldawiens gezählt werden. Beim Bummel durch die Stadt können Sie die hier herrschende eigentümliche postsowjetische Atmosphäre aufnehmen, als sei die Zeit vor 30 Jahren stehengeblieben.

    Nach dem Mittagessen verlassen wir Transnistrien und kommen am späten Nachmittag in Chisinau an. Am Abend haben Sie Freizeit. Sie übernachten in einem Mittelklassehotel im Zentrum der moldawischen Hauptstadt.

    6. Tag: Chisinau. Freizeit

    Heute unternehmen wir einen entspannten Rundgang durch die moldawische Hauptstadt Chisinau, bummeln über die Stefan cel Mare- Straße, besuchen die Christi- Geburts- Kathedrale, das Parlament und den Puschkinpark. In der Allee der Klassiker machen Sie sich mit der rumänischsprachigen Literatur bekannt, die auch in Moldawien gelesen wird und treffen auf dem Künstlermarkt auf moderne und traditionelle Kunstprodukte Moldawiens.

    Nach den ereignisreichen vergangenen Tagen können Sie sich am Nachmittag erholen und haben in Chisinau Freizeit.

    Am Abend haben wir bei einem kleinen Privatwinzer ein Abendessen vorbereitet, der seinen Wein unter einfachsten Bedingungen mit viel Herzblut herstellt. Bei Schaschlyk und eingelegtem Gemüse genießen Sie natürlich auch die "Arbeitsergebnisse" ihres Gastgebers.Übernachtung in Chisinau,

    7. Tag: Cricova

    Am Vormittag besuchen Sie das größte Weingut Moldawiens, Cricova. In seinen Kellern mit einer Gesamtlänge von mehr als 60 km herrscht ein einzigartiges, für die Weinreife sehr günstiges Mikroklima - deshalb lagern hier önologische Schätze, darunter das letzte Exemplar von Mogit Davids Osterwein (1902). Unter den knapp 1 Million Weinflaschen, die in den Kalksteinkavernen lagern und reifen, finden sich auch Lagerkontingente für Prominente, etwa die Bundeskanzlerin Dr. Merkel und Wladimir Putin.

    Neben der Weinlagerung werden hier auch Schaumweine ähnlich der Méthode champenoise hergestellt und gewannen mehrere internationale Preise. Auf Ihrer Fahrt durch das Tunnelsystem des Weinguts erfahren Sie mehr über die verwendeten Weinsorten und das Herstellungsverfahren. Natürlich gehört eine Verkostung der örtlichen Kostbarkeiten zur Tour dazu.

    Anschließend besuchen Sie eines der ältesten Klöster Moldawiens, das Capriana- Kloster. An einem Hang errichtet geht auch von hier aus der Blick weit ins Land. Die Stille des Ortes läßt den Besucher zur Ruhe kommen und innere Einkehr finden.

    Am Abend kehren Sie nach Chisinau zurück. Übernachtung in Chisinau.

    8.Tag: Cotnari. Iasi.

    Mit dem Reisebus verlassen Sie Chisinau und fahren durch sanft gewelltes Land gen Westen. In Albita betreten Sie rumänisches Territorium und besuchen das kleine Dörfchen Cotnari. Hier wird seit fast 2000 Jahren Wein gewonnen. Rund um das Dörfchen wächst auf weiten Hängen die Grasa de Cotnari- Traube, die zu einem lieblichen, leichten Weißwein mit vielfältigen Aromen ausgebaut wird. Dieser spritzige Tropfen aus der einzigartigen Traube ist ein Erlebnis für jeden Weinfreund. Daneben entstehen aus neuen Sorten wie Tamaioasa Romaneasca und Francusa neue, trockene Weißweine mit interessantem Bukett und Aroma.

    Sie besuchen den Weinkeller in Cotnari, genießen zur Mittagszeit ein traditionell rumänisches Menü und nehmen an einer Degustation verschiedener Weine aus Cotnari teil.

    Gestärkt und mit neuen önologischen Eindrücken fahren Sie nach Iasi, in eine der ältesten Städte Rumäniens.

    Sie übernachten zentral im traditionsreichen Hotel Traian, das einst von Gustave Eiffel entworfen wurde. Wir empfehlen Ihnen einen abendlichen Bummel durch die "Stadt der 1000 Kirchen". Übernachtung in Iasi.

    9.Tag: Abreise aus Iasi

    Der Tag des Abschieds ist gekommen. Nach dem Frühstück bringen wir Sie zum Flughafen Iasi, wo Sie Ihren Heimflug antreten.
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