Fahrrad Reise Westukraine, Lemberg, Karpaten, Czernowitz, Kamenez Podilskij, Borschtschiw, Tschortkiw, Solotschiw

Fahrrad Rundreise durch Ostgalizien, Podolien und die Bukowina


Diese Aktivreise durch die Westukraine entführt Sie in die betörende Natur und vielfältige Kultur der westlichen Ukraine. Wir entführen Sie in Städte voller Lebenslust und sprühender Vitalität, lassen Sie in einsamer Natur zur Ruhe kommen und erschließen Ihnen eine abwechslungsreiche Landschaft quasi im Vorbeiradeln.

Ihre Rad Reise beginnt im ostgalizischen Lemberg, einer Stadt mit so vielfältigen Kulturschätzen wie kaum eine andere ukrainische Stadt. Neben der historischen Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, erleben Sie die dynamische Kulturszene der Stadt. In den Karpaten bewundern Sie jahrhundertealte Traditionen, umgeben von schweigenden Gipfeln und duftenden Wäldern. In Wyzhinka und Czernowitz lebt das jahrhundertealte Vermächtnis der jüdischen Bewohner dieser Region wieder auf und Sie entdecken die religiöse Welt der Altgläubigen, die sich hier eine Enklave geschaffen haben.

Mit dem Fahrrad begeben Sie sich an die Grenzen des einst polnischen Imperiums und entdecken architektonische Meisterleistungen im podolischen Chotin und in Kamjanez Podilskij. Auf weiteren der Radtour durchfahren Sie welliges Land und sanfte Flußtäler, besuchen pittoreske Städtchen mit Geschichte und Geschichten. Sie dringen in den Berg, besichtigen beeindruckende Tropfsteinhöhlen und entdecken die jahrtausendealte Vergangenheit der Trypillia- Kultur.

Diese Reise ist eine Individualreise, die wir Ihnen zu jedem gewünschten Termin und mit beliebiger Teilnehmeranzahl durchführen können. Ausserdem können wir diese Reise nach Ihren Wünschen verkürzen oder mit weiteren Reisezielen verlängern. Als Reisespezialist für die Ukraine können wir das und beraten Sie gern!

Unterwegs übernachten Sie zumeist in einfachen Gasthäusern und Hotels in Zimmern mit eigener Du/WC, je nach Verfügbarkeit mit Frühstück oder Halbpension. Während Ihrer Reise auf dem Fahrrad deponieren wir Ihr Gepäck in regelmäßigen Abständen an Ihren Reisestationen. So müssen Sie während der Fahrt nicht Ihr gesamtes Gepäck transportieren, sondern reisen nur mit dem Nötigsten für einige Tage, und haben in Abständen von mehreren Tagen immer wieder Gelegenheit, frische Wäsche aus Ihrem Gepäck zu nehmen. Bei Gruppen mit mehr als vier Reisenden werden Sie durch einen Kleinbus begleitet, in dem Ihr Gepäck befördert wird.

22 Tage
Individualreise
Aktivreise
Mittelklassehotels
Frühstück
deutsch
Fahrer + Auto
zubuchbar
RRAWESTUA2
    1. Tag Anreise
    2. Tag Lemberg Stadtrundgang
    3. Tag Drohobytsch
    4. Tag Delyatin - Kolomija
    5. Tag Kolomija - Kosmatsch
    6. Tag Kosmatsch - Wyzhenka
    7. Tag Wyzhenky - Tschernowitz
    8. Tag Autoausflug Altgläubige
    9. Tag Czernowitz Stadtrundgang
    10 Tag Czernowitz - Kamjanetz Podilskij
    11. Tag Kamjanez Podilskyj Stadtrundgang
    12. Tag Kamjanez Podilskij - Borschtschiw
    13. Tag Werteba Höhle
    14. Tag Borschtschiw - Tscherwonohorod
    15. Tag Tscherwonohorod - Jaslowetz
    16. Tag Jaslowetz
    17. Tag Jaslowetz - Tschortkiw
    18. Tag Mlinki Höhle
    19. Tag Solotschiw. Univ. Brody
    20. Tag Potschajew
    21. Tag Berestetschko
    22. Tag Abreise

    1.Tag: Anreise nach Lemberg

    Ihre An- und Abreise nach/von Lemberg organisieren wir Ihnen gern mit, dazu buchen wir für Sie günstige Flugtickets oder Zugfahrkarten.

    In Lemberg empfängt Sie unser deutschsprachiger Reiseführer und heißt Sie herzlich willkommen in der Ukraine. Anschließend bringt er Sie ins Zentrum der Stadt, wo wir ein Doppelzimmer in einem Hotel der oberen Mittelklasse für Sie reserviert haben.

    Am Abend können Sie auf einem Stadtbummel die bedeutendsten Plätze der frisch renovierten UNESCO- Weltkulturerbemetropole besichtigen, in deren Stadtbild sich die multiethnische Vergangenheit der ehemaligen Hauptstadt Ostgaliziens sowie das gegenwärtige Leben in der unabhängigen Ukraine widerspiegelt.

    2.Tag: Die Lemberger Altstadt. Der Lytschakiv Friedhof

    Auf einer geführten Stadtwanderung durch Lemberg besichtigen Sie mit unserem deutschsprachigen Reiseführer die historische Innenstadt mit ihren bekannten Kirchen, Plätzen und Häusern.

    Sie besichtigen unter anderem den frisch restaurierten Marktplatz Rynok, der armenischen Kathedrale und der Dominikanerkirche, spazieren vorbei am Hotel „George“, einem Glanzbau der Architekten Helmer & Fellner, durch das jüdische Viertel zu Lembergs Befestigungen mit dem eindrucksvollen Pulverturm.

    Am Nachmittag besuchen Sie den Lytschakiv- Friedhof, auf dem eine große Zahl der bekanntesten Lemberger Bürger begraben sind. Neben pompösen Grabstätten ist hier auch das Grab des einen oder anderen berühmten Ukrainers, zu entdecken ist. Als einer der bekanntesten Ukrainer wurde der Dichter Iwan Franko hier beigesetzt. Pompöse, teils überladen verzierte Grabmale zeichnen ein eindrucksvolles Porträt der Bewohner Lembergs in den vergangenen Jahrhunderten.

    Am Abend haben Sie Freizeit. Auf Wunsch können wir Ihnen Eintrittskarten für ein musikalisches Erlebnis in der Lemberger Oper reservieren (je nach Spielplan).

    Lemberg Reisebuchtipp


    Lemberg Reiseführer

    3.Tag: Drohobytsch

    Gemeinsam mit unserem deutschsprachigen Reiseführer besichtigen Sie die alte galizische Stadt Drohobytsch, die uns heute u.a. durch die Erzählungen des jüdischen Schriftstellers Bruno Schulz ("Die Zimtläden") bekannt ist. Auf den Spuren von Bruno Schulz entdecken Sie Drohobytsch zur Zeit seines Schaffens.

    Am Nachmittag besuchen Sie den bekannten Lemberger Kunstprofessor Lew Skop in seiner Drohobytscher Werkstatt. Herr Skop, ein ausgewiesener Spezialist für die Restaurierung orthodoxer Holzkirchen, führt Sie durch eine von ihm restaurierte Kirche. Da er selbst auch Musik schreibt und aufführt, gibt er Ihnen anschließend bei Kaffee und Gebäck einen kleinen Einblick in sein musikalisches Repertoire.

    Am Abend kehren Sie nach Lemberg zurück und haben Gelegenheit, beim Besuch eines der vielen Cafés das vielfältige Kulturleben der Stadt zu entdecken.

    4.Tag: Auftakt zur Radreise durch die Westukraine

    Mit dem Auto werden Sie bis zum Ausgangspunkt (Delyatin) Ihrer ersten Fahrradetappe gefahren, wo die Übergabe und das Anpassen der Fahrräder stattfindet. Von dort aus radeln Sie ohne Begleitung auf einer wenig befahrenen Nebenstraße nach Kolomiya, wo Sie Ihre Unterkunft in einem einfachen Hotel im Stadtzentrum beziehen. Am Abend treffen Sie Ihren Reiseführer wieder und können gemeinsam die nächsten Touretappen besprechen.

    Kolomiya ist ein ruhiges beschauliches Provinzstädtchen, das auf eine über 500-jährige Geschichte unterschiedlicher Völker zurückblickt. Auf einem Stadtspaziergang können Sie u.a. das bekannte Ostereimuseum (Museum der traditionellen huzulischen Kunst des Eierbemalens, das Gebäude selbst hat auch die Form eines riesigen Eies), die Josaphatkirche von 1762 und die Erzengel-Michael-Kathedrale von 1871 besichtigen.

    Etappenlänge: ca. 35 km

    5.Tag: In die Karpaten. Kosmatsch

    Am Morgen starten Sie zu Ihrer Tour von Kolomiya nach Kosmatsch und erreichen nun die Karpaten. In einem gemütlichen Landhotel haben wir für Sie Ihre Unterkunft reserviert.

    Kosmatsch ist eine der ältesten Siedlungen der Huzulen, einem legendären Bergvolk der Karpaten, und stellt ein wichtiges Zentrum des traditionellen huzulischen Kunsthandwerks dar.

    Am Nachmittag besuchen Sie das Oleksa Dowbusch Museum, welches an den berühmten Räuber (die ukrainische Version von Robin Hood) erinnert, und unternehmen mit Ihrem deutschsprachigen Reisebegleiter eine Wanderung durch die wunderschöne Landschaft der Karpaten.

    Etappenlänge: ca. 30 km

    6.Tag: Jüdisches Vermächtnis in den Karpaten

    Heute erwartet Sie die Etappe von Kosmatsch nach Wyzhenka durch das Karpatenvorland. Auf dem Weg unternehmen Sie einen kurzen Stop in Kuty und besichtigen den alten jüdischen Friedhof. Der am gegenüberliegenden Ufer des Flusses Tscheremosch befindliche Ort Wischniza wurde durch die große Anzahl jüdischer Einwohner bis zum Beginn des 2. Weltkrieges stark geprägt und gab der von hier stammenden Dynastie der "Wischnitzer Juden", die heute über den ganzen Erdball verstreut leben, seinen Namen. Auch heute noch können die Spuren der jüdischen Blüte im Stadtbild erkundet werden.

    Im Anschluss an die beiden Besichtigungen erreichen Sie Wyzhenka, den Zielort der heutigen Etappe, und beziehen Quartier im dortigen Hotel.

    Etappenlänge: ca. 50 km

    7.Tag: Entlang des Tscheremosch und des Prut nach Czernowitz

    Vor Ihrer Abfahrt besuchen Sie in Wyzhenka die Mikwa des Begründers des Chassidismus Baal Schem Tow, der während seines mehrjährigen Aufenthaltes in den Karpaten hier sein rituelles Bad nahm. Zusammen mit Ihrem Reiseführer radeln Sie entlang idyllischer Dörfer durch die Flußauen des Tscheremosch und des Prut durch die Bukowina nach Czernowitz.

    Am Abend haben Sie in Czernowitz Gelegenheit für einen kurzen Spaziergang durch die schöne Altstadt.

    Etappenlänge: ca. 75 km

    Westukraine Reisebuchtipp


    Westukraine Reiseführer

    8.Tag: Die Lipowaner (orthodoxe Altgläubige)

    Nach dem Frühstück unternehmen Sie mit dem Auto einen Ausflug in ein abgelegenes Dorf an der rumänischen Grenze, in dem sich lange Zeit der Metropolitensitz der Lipowaner befand. Die Gemeinde der Altgläubigen siedelte sich hier nach ihrer Flucht vor der orthodoxen Amtskirche im 17. Jahrhundert an und lebt bis heute ihren ursprünglichen Glauben.

    Gemeinsam mit dem Diakon der Gemeinde, der auch ein bekannter Ikonenmaler ist, besichtigen Sie die beiden Kirchen des Dorfes und erhalten einen Einblick in das Leben, die Geschichte und die einzigartigen Rituale einer fast vergessenen Religionsgemeinschaft.

    Am Nachmittag kehren Sie wieder zurück nach Czernowitz.

    9.Tag: Czernowitz

    Am heutigen Tag entdecken Sie auf eigene Faust die Geschichte und das kulturelle Vermächtnis der Hauptstadt der Bukowina, der Heimat von Paul Celan, Rose Ausländer, Moses Rosenkranz, Mihail Eminescu und Olha Kobylanska.

    Während eines gemütlichen Stadtspaziergangs ist es lohnenswert die Czernowitzer Universität, das Geburtshaus von Paul Celan, die Philharmonie, das Jüdische und das Deutsche Haus sowie die wunderschönen Gründerzeitbauten in der Hauptstraße und der Olha-Kobylanska-Straße zu besichtigen. Sehens- und besuchenswert ist auch das Museum im Jüdischen Haus.

    Ihre Reisebegleiter überführt an diesem Tag das Auto mit dem Gepäck nach Tschortkiw, dem letzten Etappenort und wird Abend wieder zu Ihrer Verfügung stehen.

    10.Tag: Durch Podolien. Chotyn

    Am Morgen starten Sie zu Ihrer nächsten Etappe nach Kamjanez-Podilskyj.

    Auf dem Weg dorthin besuchen Sie die hoch über dem Fluss Dnister thronende Burganlage Chotyn, die im Mittelalter angelegt wurde und ihr heutiges Erscheinungsbild im 16. Jahrhundert vom moldawischen Fürsten Stefan cel Mare erhielt. Bedeutung erlangte die Festung in den entscheidenden Schlachten des polnischen Heeres - unterstützt durch die Kosaken und Moldauer - gegen die Türken in den Jahren 1621 und 1673.

    Nach Ihrer Ankunft in Kamjanez beziehen Sie Ihr Quartier in einem Mittelklassehotel im Zentrum der Altstadt.

    Etappenlänge: ca. 85km

    11.Tag: Kamjanez Podilskyj

    Auf dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden Sie zusammen mit Ihrem Reiseführer eine der ältesten Städte der Ukraine, das bereits im frühen 12. Jahrhundert urkundlich erwähnte Kamjanez-Podilskyj. Die alte podolische Grenzfestung, erbaut an den Felsschluchten über dem Fluss Smotrytch und für Jahrhunderte südöstlichster Posten des Königreichs Polen, bietet mit ihren ca. 170 Kulturdenkmälern ein sagenhaftes Ensemble architektonischer Baukunst und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

    Besonders sehenswert sind das Armenische Viertel, die Festungsanlage, deren Ursprünge ins 11. Jahrhundert zurückreichen, und die katholische Peter-und-Paul-Kirche, welche während der türkischen Belagerung in den Jahren 1672 bis 1699 als Moschee genutzt wurde. Das in dieser Zeit vor der Kirche errichtete 36 Meter hohe Minarett ist nach der Rückeroberung nicht zerstört worden. Man setzte auf die Spitze eine Marienfigur, die den Dank der Polen über die Vertreibung der Türken aus der Stadt symbolisieren soll.

    Der Abend steht Ihnen in Kamjanez Podilskyj zur freien Verfügung.

    12.Tag: Entlang des Sbrutsch. Malerisches Podolien

    Von Kamjanez-Podilskyj fahren Sie nach dem Frühstück über Skala Podilska nach Borschtschiw und erleben dabei die eindrucksvolle Landschaft Podoliens im tief liegenden Tal des Flusses Sbrutsch. Unterwegs treffen Sie auf Burgen und Herrenhäuser, die von einer Zeit künden, in der der polnische Adel über die Region herrschte.

    In Borschtschiw wohnen Sie in einem einfachen, sauberen Landhotel.

    Etappenlänge: ca. 50 km

    13.Tag: Die Werteba Höhle. Trypillja Kultur. Monastyrok.

    Heute steht ein spannender Tagesausflug auf dem Programm. Sie radeln zunächst nach Bilsche Solote und besuchen in der Nähe des Dorfes die Höhle "Werteba", in der ein Museum zur jungsteinzeitlichen "Trypillja-Kultur" untergebracht ist.

    Bekannt ist diese Kultur durch die mit außergewöhnlichen Ornamenten versehene Linienbandkeramik, welche ein frühes Zeugnis der Verzierung von Alltagsgefäßen in der vorchristlichen Zeit ablegt.

    Ein weiterer Streifzug durch die Geschichte führt uns nach Monastyrok zu einer kleinen Höhlenkirche auf einem Felsplatau über dem Fluss Seret, die auf einem ehemaligen heidnischen Kultplatz entstand. Von hieraus genießen Sie einen grandiosen Blick ins ostgalizische Land.

    Am Nachmittag fahren Sie zurück nach Borschtschiw.
    Etappenlänge: ca. 50 km

    14.Tag: Towste und Tscherwonohorod

    Nach dem Frühstück fahren Sie nach Towste, wo Ihnen Ihr Führer über die jüdische Geschichte des Ortes und Baal Schem Tow berichtet, der hier einige Zeit lebte.

    Im Anschluss geht es weiter nach Nyrkiw, ihrem heutigen Etappenziel. Sie radeln durch die hügelige Landschaft Podoliens vorbei an alten Dörfern durch Felder, Kirschalleen und Wälder zum malerisch gelegenen Jungferntränenwasserfall. In der Nähe von Nyrkiw erwartet Sie die Ruine der Festung Tscherwonohorod auf dem Territorium der ehemaligen mittelalterlichen Hauptstadt der "Roten Rus".

    Die Übernachtung findet in einem typisch ukrainischen Landhaus statt, wo Sie auch Ihr Abendessen einnehmen werden.

    Etappenlänge: ca. 45 km

    15.Tag: Entlang der Strypa nach Jaslowez

    Am Morgen besteigen Sie wieder die Räder und setzen Ihre Westukraine Radreise zum heutigen Zielort Jaslowez fort, wo Sie im hiesigen Frauenkloster der Schwestern der unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria am Fuße einer alten Burgruine übernachten. Auf dem Weg dorthin treffen Sie etliche Male den Fluss Strypa, der sich tief in die bewaldete Landschaft einschneidet.

    Der restliche Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Der stille Ort und sein Ambiente eignen sich ideal für innere Einkehr und Erholung von den Strapazen der vergangenen Tage.

    Etappenlänge: ca. 30 km

    16.Tag: Jaslowez.

    Heute unternehmen Sie eine Führung durch das Kloster, welches die von Papst Johannes Paul II. 1996 seelig gesprochene Marcelina Darowska im Jahre 1863 eröffnete, sowie einen Spaziergang durch das beschauliche Städtchen, in dem einstmals eine der größten armenischen Gemeinden der Habsburger Monarchie existierte.

    Den restlichen Tag können Sie inmitten der landschaftlich traumhaft gelegenen klösterlichen Ruheoase Kraft für den nächsten Abschnitt Ihrer Fahrradreise tanken.

    17.Tag: Entdeckungen in Butschatsch und Tschortkiw

    Der erste Abschnitt unserer heutigen Tagesetappe führt Sie in das kleine galizische Städtchen Butschatsch. An der Burgbergquelle stärken Sie sich bei einem kleinen Picknick, bevor Sie die wichtigsten Plätze, der Heimatstadt von Samuel Joseph Agnon sowie Simon Wiesenthal besichtigen und vieles über die Geschichte der Stadt erfahren. Anschließend unternehmen Sie ein Stippvisite zum Rathaus von Butschatsch, für den im 18. Jahrhundert der bedeutende Bildhauer Johann Georg Pinsel einzigartige Holzskulpturen schuf.

    Von dort aus geht es weiter nach Tschortkiw, wo wir für Sie eine Unterkunft in einem einfachen Landhotel reserviert haben.Das kleine Städtchen war bis zum 2. Weltkrieg Heimat vieler chassidischer Juden, die im örtlichen Schtetl wohnten. Mit Tschortkiw ist auch der Name des Gaon Rabbi Hirscheli verbunden. Gaone waren bedeutende jüdische Persönlichkeiten, die den Talmud interpretierten.

    Die Stadt ist Geburtsort des bekannten deutschsprachigen Schriftstellers Karl Emil Franzos und von Pinchas Horowitz, einem zu seiner Zeit sehr bekannten Rabbiner in Frankfurt/Main.

    Beim Wandel durch die kleinen Gassen der Altstadt können eine Burg aus dem 16./17. Jahrhundert, sowie einige Holzkirchen besichtigt werden.

    Etappenlänge: ca. 50 km

    18.Tag: Die Mlinki Höhle

    Ihr heutiger Radausflug führt Sie ins nahe gelegene Mlinky, wo Sie eine kurze Expedition in die kristallene Unterwelt der Karsthöhle Mlinky unternehmen. Die Höhle wurde 1960 entdeckt und erstreckt sich über derzeit 42 km erforschte Höhlengänge, wobei die Erkundung noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

    Wieder ans Tageslicht zurückgekehrt, besuchen Sie die Familie des Naturfreundes und Höhlenforschers Boris Hora, wo wir Sie zu einer Stärkung mit leckeren Speisen der westukrainischen Küche einladen.

    Am Abend geht fahren Sie zurück zum Hotel nach Tschortkiw.

    In Tschortkiw endet der aktive Teil unserer Westukraine Radreise. In den kommenden Tagen unternehmen wir unsere Ausflüge und Besichtigungstouren wieder mit dem Auto.

    Etappenziel: ca. 40 km

    19.Tag: Solotschiw, Uniw, Brody

    Am frühen Morgen erfolgt die Rückgabe der Fahrräder und wir bringen Sie mit dem Auto nach Brody. Dort nehmen Sie Quartier in einem einfachen Mittelklassehotel im Zentrum der Stadt.

    Unterwegs besichtigen Sie in Solotschiw das einstige Wehrschloß mit einem Renaissancepalast und den chinesischen Pavillon aus dem 17. Jahrhundert, die von gewaltigen Bastionen umgeben sind.

    Das griechisch-katholische Männerkloster in Univ ist ein weiteres Besichtigungsziel auf unserer Reise durch die Westukraine.

    Der Abend steht Ihnen in Brody zur freien Verfügung.

    20.Tag: Das orthodoxe Höhlenkloster in Potschajew

    Heute besuchen Sie gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer eines der religiösen Zentren der ukrainischen orthodoxen Christen. In Potschajew besichtigen Sie das Heilige Himmelfahrtskloster, ein Männerkloster des orthodoxen Kiewer Partriarchats.

    Sie besichtigen die reich geschmückten Kirchen, lauschen der Lithurgie des Popen beim Gottesdienst, nehmen den Fußabdruck der Gottesmutter Maria in Augenschein und werfen einen andächtigen Blick in die Gebetshöhle, in der der Heilige Hiob von Potschajew im stummen Gebet Zwiesprache mit Gott hielt.

    Zudem erhalten Sie einen Einblick in die tiefe, inbrünstige Religiosität der Ukrainer.

    Am Nachmittag besuchen Sie das kleine Dörfchen Pidkamin, über dem gewaltig und eindrucksvoll der "Teufelsfelsen" aufragt, ein gewaltiger Granitblock, mit dem zahlreiche Legenden und heidnische Bräuche verbunden sind, die Ihnen Ihr Reiseführer natürlich berichtet. Über dem Ort liegt eine magische Atmosphäre. Anschließend besichtigen Sie die Überreste des einstigen Dominikanerklosters, denen Kriege und Sozialismus zugesetzt haben.

    Am Abend kehren Sie nach Brody zurück.

    21.Tag: Berestetschko

    Zum Ende Ihrer abwechslungsreichen Reise durch die Westukraine beschäftigen Sie sich mit dem Phänomen der Kosaken. Ihr Reiseführer berichtet Ihnen auf der Fahrt nach Berestetschko vom Entstehen und der Blüte der Kosakenbewegung auf dem Gebiet der heutigen Ukraine.

    In Berestetschko berichtet Ihnen der Reiseführer von der gewaltigen Schlacht, in der die Kosaken durch Verrat im Juni 1651 empfindlich geschlagen werden und wo der Niedergang der Kosaken seinen Ausgangspunkt nimmt. Die verlorene Schlacht stellt im geschichtlichen Bewußtsein der heutigen Ukraine ein nationales Trauma dar und dementsprechend bombastisch-pathetisch wurde die Gedenkstätte an dieses Ereignis gestaltet.

    Anschließend kehren Sie nach Brody zurück und haben Freizeit.

    22.Tag: Abschied von der Ukraine

    Der Tag des Abschieds ist gekommen. Pünktlich vor Ihrer Abreise bringt Sie unser Reiseführer zurück zum Flughafen Lemberg, wo Sie Ihren Heimflug antreten.
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