Rundreise Czernowitz Moldawien Odessa

Der Glanz der Bukowina. Der Reichtum Bessarabiens. Die Schwarzmeermetropole


Die Kombination einer Reise von Czernowitz nach Odessa mit der Fahrt durch Moldawien bietet sich einfach an. Dabei lernen Sie ein sonnenverwöhntes, gastfreundliches Land im Osten Europas kennen und (hoffentlich) schätzen. Das angebliche "Armenhaus Europas" hat sich wider allen Zwischenrufen einen Reichtum an Geschichte, Kultur und Gastfreundschaft bewahrt, der sich so in Westeuropa heute nicht mehr finden läßt.

Auf der Fahrt durch die sanft gewellte Landschaft Moldawiens entdecken Sie das Land aus vielerlei Perspektiven, lernen besondere Menschen kennen und reiben sich an der interessanten Andersartigkeit der Moldawier, ihren Maßstäben von Zeit, Geschwindigkeit, Lebenssinn und vielem Anderen.
  Dieses Reiseangebot wird vom Besuch der beiden beeindruckenden Städte Czernowitz und Odessa eingerahmt. Diese verstärken das auf der Reise wiederkehrende Thema Multireligiosität, Multikulturalität. Wie auch in Moldawien sind diese beiden ukrainischen Städten gezeichnet vom jahrhundertelangen Vermischen vieler verschiedener Nationen und Kulturen.

Sie können diese Reise zu jedem gewünschten Termin buchen und mit anderen Reisebausteinen aus unserem Reiseangebot kombinieren. Empfehlenswert wäre zum Beispiel ein Aufenthalt in Lemberg vor dieser Reise oder ein Abstecher in die rumänische Bukowina an. Dazu beraten wir Sie gern.
12 Tage
Individualreise
Rundreise
Familienhotels
Frühstück
deutsch
Fahrer + Auto
zubuchbar
RRUAMD1
jüdisches Vermächtnis in Czernowitz
Besuch beim Zigeunerbaron
tiefer orthodoxer Glauben der Moldawier
sonnenverwöhnte charaktervolle Weine
Zeitreise in Transnistrien
jahrhundertealte Festungen
mediterranes Klima in Odessa
    1. Tag Anreise
    2. Tag Stadtführung Czernowitz
    3. Tag Jüdisches Czernowitz
    4. Tag Otatsch
    5. Tag Rudi, Soroka, Tipova
    6. Tag  Chisinau
    7. Tag Cricova, Capriana
    8. Tag Transnistrien
    9. Tag Causeni, Purcari
    10. Tag Akkerman, Shabo
    11. Tag Odessa
    12. Tag Abreise

    1.Tag: Anreise nach Czernowitz

    Heute reisen Sie nach Czernowitz. Unser deutschsprachiger Reiseführer erwartet Sie am Flughafen direkt hinter der Zollkontrolle und heißt Sie in der Ukraine herzlich willkommen. Dann fährt er mit Ihnen in Ihr Hotel. Dort ist er Ihnen bei den Anmeldeformalitäten behilflich, bespricht mit Ihnen das Programm der kommenden Tage und gibt Ihnen Tipps für eigene Unternehmungen und empfehlenswerte Restaurants.

    Der restliche Tag steht Ihnen für erste eigene Entdeckungen in Czernowitz zur freien Verfügung.

    2.Tag: Czernowitz

    Gemeinsam mit unserem deutschsprachigen Stadtführer entdecken Sie die Geschichte und das kulturelle Vermächtnis der Hauptstadt der Bukowina, der Heimat von Rose Ausländer, Paul Celan und Joseph Burg.

    Dabei besichtigen Sie u.a. die Czernowitzer Universität und das darin ansässige Bukowinazentrum, das Geburtshaus von Paul Celan, die Philharmonie, das Tschernowitzer Stadttheater, das Deutsche Haus und die wunderschönen Gründerzeitbauten in der Golowna vul. und der Olha- Kobylyanskaya- Straße.

    Am Abend besuchen Sie ein musikalisches Erlebhnis in der Czernowitzer Philharmonie (je nach Spielplan) oder schauen im Hotel den preisgekrönten Dokumentarfilm von Volker Koepp "Herr Zwilling und Frau Zuckermann".

    3.Tag: Das jüdische Czernowitz

    Heute beschäftigen Sie sich besonders mit der jüdischen Vergangenheit von Czernowitz. Sie besuchen gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer das jüdische Museum in Czernowitz, entdecken auf einem Stadtrundgang die sichtbaren Spuren der jüdischen Blüte und verfolgen beim Besuch der neuen Synagoge die langsame Rückkehr jüdischen Lebens nach Czernowitz.

    Am Nachmittag besuchen Sie den jüdischen Friedhof und nehmen die eindrucksvollen, teils reich verzierten Grabsteine in Augenschein.

    Der Abend in Czernowitz steht Ihnen für eigene Entdeckungen zur freien Verfügung.

    4.Tag: Entlang des Prut. Ankunft in Moldawien.

    Mit dem Kleinbus folgen wir von Czernowitz aus dem Lauf des Flusses Prut, der sich gen Osten schlängelt und einen Teil des moldawisch- ukrainischen Grenzverlaufes markiert. Bei Mamaliga (einem Dörfchen, das den Namen einer traditionellen moldawischen Speise trägt) passieren Sie die Grenze zu Moldawien und verlassen den Flusslauf.

    Unsere Fahrt geht weiter und endet in Pokrowka, einem kleinen Dörfchen, deren Bewohner fast vollständig der Altgläubigen- Gemeinde angehören, einer konservative Glaubensgemeinschaft innerhalb der orthodoxen Christen, die sich den Nikonschen Reformen (um 1653) bis heute verweigern.

    Am Abend besuchen Sie gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer die Altgläubigenkirche und den sie umgebenden Friedhof und lernen Traditionen und Lebensstil der Altgläubigen kennen.

    Sie übernachten in einem einfachen, sauberen Landhotel.

    5.Tag: Der Struvebogen. Soroka. Die Klöster in Rudi und Tipova

    Zum Frühstück haben Sie Gelegenheit, einen kleinen regionalen Schatz zu entdecken. Weit über die Region hinaus ist Pokrowka für seinen Himbeeranbau und die daraus hergestellte Marmelade bekannt und vielleicht finden Ihre Gastgeber ja noch ein Gläschen dieses Balsams und lassen Sie davon kosten.

    Am Morgen besuchen Sie inmitten ausgedehnter Apfelhaine den Meridian, der hier als Teil des nach seinem Erfinder benannten Struve- Bogens markiert wurde. Mit seinem einzigartigen geodätischen Experiment gelang es Wilhelm von Struve, eine genaue Vorstellung von der Erdgestalt in Nord- und Osteuropa zu erlangen. Der Struvebogen gehört heute zum Weltkulturerbe der Unesco.

    Anschließend besichtigen Sie das orthodoxe Dreifaltigkeitskloster in Rudi, einen Ort mit einzigartiger Magie. In einem Tal mit kleinem Fluß gelegen, wird die stille der Natur nur durch das Läuten der Kirchenglocken der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit durchbrochen.

    Auf einem Spaziergang durch das benachbarte Naturschutzgebiet Rud Arionesti erhaschen Sie einzigartige Ausblicke über die malerische Landschaft am Ufer des Prut, besuchen die beiden frühzeitlichen Festungsruinen, die Archäologen auf das 5. bis 9. Jahrhundert nach Christi datieren. Sollte dann noch Zeit verbleiben, werfen Sie einen Blick in die nahegelegene Kalksteinhöhle.

    In Soroka machen wir Halt und unternehmen einen kurzen Rundgang durch die Stadt. Hier haben "Zigeunerbarone" ihre eindrucksvollen Paläste errichtet. Sie erleben das Klischee der "Zigeuner" aus einer völlig anderen Perspektive, als wir es in Westeuropa kennen. Wir besichtigen die eindrucksvollen Außenmauern der früheren Festungszitadelle und steigen die 900 Stufen auf den Berg hin zur "Kerze der Dankbarkeit", die aller zerstörten moldawischen Denkmäler und Kulturschätze gedenkt.

    Nach längerer Fahrt durch die sanft gewellte Landschaft Moldawiens erreichen Sie Tipova. Sie besuchen über steile Treppen das in den Fels gehauene orthodoxe Auferstehungskloster, welches hoch über dem Fluß Dnister thront. Sie genießen den weiten Blick über das Land und die Stille der Landschaft, und erhalten einen ersten Eindruck vom geheimnisvollen Land Transnistrien, welches am anderen Flußufer zu sehen ist. Transnistrien wird uns zu einem späteren Zeitpunkt mehr beschäftigen.

    Am Abend kommen Sie nach einem ereignisreichen Tag in Chisinau an. Wir bringen Sie in einem zentralen Wunschhotel (sh. Auswahlfeld in der Buchungsanfrage) unter.

    6.Tag: Chisinau

    Gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer unternehmen Sie eine Stadtwanderung durch die moldawische Hauptstadt. Dabei nehmen Sie das Denkmal des legendären Königs Stefan cel Mare in Augenschein, spazieren auf der nach ihm benannten Prachtstraße durch das Stadtzentrum, vorbei am Triumphbogen und dem Chisinauer Rathaus. Außerdem besichtigen Sie das Puschkinmuseum. Anschließend besuchen Sie den Bildermarkt, auf dem Sie auch Souvenire erstehen können.

    Der restliche Tag steht Ihnen in Chisinau zur freien Verfügung.

    7.Tag: Cricova und Capriana

    Am Vormittag besuchen Sie eines der größten Weingüter Moldawiens, Cricova. In seinen Kellern mit einer Gesamtlänge von mehr als 60 km lagern önologische Schätze. Auf Ihrer Fahrt durch das Tunnelsystem des Weinguts erfahren Sie, welche Weinsorten zur Herstellung verwendet und auf welche Art diese hergestellt werden. Natürlich gehört eine Verkostung der örtlichen Kostbarkeiten zur Tour dazu.

    Anschließend besuchen Sie eines der ältesten Klöster Moldawiens, das Capriana- Kloster. An einem Hang errichtet geht auch von hier aus der Blick weit ins Land.

    Am Abend verkosten Sie nochmals Wein auf dem privaten Weingut eines kleinen Winzers. Hier verkosten Sie abseits der durchkommerzialisierten Weinindustrie trockene Weine und Dessertweine, die mit Hingabe ausgebaut und gelagert wurden. Das Ergebnis seiner Arbeit schmeckt hervorragend. Dazu gibt es eine Brotzeit mit traditionellen moldawischen Gerichten.

    Der Abend steht Ihnen in Chisinau zur freien Verfügung.

    8.Tag: Transnistrien

    Heute besuchen wir die Region Transnistrien, eine kaum politisch anerkannte, unabhängige Enklave auf moldawischem Staatsgebiet, die sich mit der Auflösung der Sowjetunion in den turbulenten 90er Jahren für unabhängig erklärte.

    Im Internet findet man zahlreiche Berichte über Willkür bei Ein- und Ausreise, Korruption und postsowjetische Verhältnisse. Wir konnten davon nur wenig entdecken.

    Bei der Einreise durchlaufen Sie ein Passkontrolle und müssen ein Einreiseformular ausfüllen, alles Andere läuft reibungslos. In Bendery (Tighina) besichtigen sie die mittelalterliche Festung, die die Türken hier als Befestigungsposten gegen die Polen errichteten. Ein beeindruckendes Bauwerk, dass den Vergleich mit den Festungen Akkerman und Chotin nicht zu scheuen braucht.

    Anschließend besuchen Sie die benachbarte Hauptstadt Transnistriens Tiraspol. Auf einem kurzen Rundgang durch die Stadt entdecken Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und haben die Möglichkeit, dem prominentesten Werbeträger der Republik, den Kognak der Marke KVINT, zu verkosten und als Souvenir zu erwerben. Den Besuch Transnistriens rundet ein Mittagessen im traditionellen Restaurant "Kumanyok" ab.

    Auf der Rückfahrt von Transnistrien beschäftigen wir uns kurz mit der deutschen Geschichte in Moldawien und besuchen das Weltkriegsdenkmal in Serpen. Während der Rückzugsgefechte der deutschen Soldaten nach Westen, als sich der Krieg seinem katastrophalen Ende näherte, fand an dieser Stelle des Dnisters eine Schlacht statt, bei der in nur wenigen Tagen mehr als 12.000 Soldaten allein auf sowjetischer Seite ihr Leben ließen. Mehr als 11.000 von ihnen sind auf dem hier angelegten Gedenk- Komplex beigesetzt.

    Am Abend haben Sie Gelegenheit für eigene Unternehmungen in Chisinau.

    9.Tag: Causeni und Purcari

    Heute bewegen Sie sich weiter in Richtung Ukraine und besuchen zunächst die Maria- Himmelfahrt- Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Diese beeindruckt durch ihre unterirdische Lage, laut der Legende durften zu Zeiten der osmanischen Herrscher die Gebäude Andersgläubiger nicht höher als ein Reiter zu Pferd gebaut werden. Im Inneren der Kirche kann man noch heute reich geschmückte Fresken in leuchtend rot, goldenen und blauen Farben bewundern.

    Anschließend besuchen wir das Weingut Purcari im östlichen Zipfel Moldawiens und nutzen den restlichen Tag nochmals zur Erholung. Bei einer Degustation lernen Sie die Weine des Hauses kennen und beziehen anschließend Ihre Zimmer im zum Weingut gehörigen Hotel.

    Der restliche Tag steht Ihnen zur freien Verfügung.

    10.Tag: Akkerman und Schabo

    Heute passieren Sie die Grenze und reisen wieder in die Ukraine ein. Gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer lernen Sie einen französischen Weinbauern kennen, der sich bei Schabo vor einigen Jahren niederließ und ein Weingut gründete. Beim Spaziergang durch die Weinberge erfahren Sie, welche Rebsorten hier besonders gut gedeihen und welche Besonderheiten die hier angebauten Weine aufweisen.

    Mit dem Auto und unserem deutschsprachigen Reiseführer fahren Sie nach Belgorod-Dnistrovskij und besichtigen die Ruine der einst gewaltigen genuesisch-türkische Festung Akkerman. Anschließend überqueren Sie den Dnister (Dnestr, Dnjestr) und fahren nach Odessa. Dort beziehen Sie Ihr Wunschhotel (sh. Auswahlfeld in der Buchungsanfrage).

    Der Abend steht Ihnen in Odessa für erste Entdeckungen zur freien Verfügung.

    11.Tag: Odessa

    Gemeinsam mit unserem deutschsprachigen Reiseführer unternehmen Sie eine Stadtbesichtigung durch Odessa, auf welcher Sie unter anderem das weltbekannte nach dem Vorbild der Mailänder Skala errichtete Odessaer Opernhaus, die berühmte Treppe aus dem Sergej Eisenstein-Film "Panzerkreuzer Potjomkin", den Primorskij Boulevard, die Flaniermeile Deribassovskaja sowie das sehenswerte, Ende des 19. Jahrhunderts im russischen Imperialstil erbaute Handelszentrum "Passage" besichtigen. Unterwegs lauschen Sie den Legenden über das Leben im berühmt- berüchtigten jüdischen Stadtviertel Moldowanka.

    Sie unternehmen diese Stadtbesichtigung mit dem Auto und zu Fuß und besuchen nicht nur die wichtigsten bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern auch einige interessante Orte, die man nicht im Reiseführer finden kann. So entdecken Sie interessante Kontraste der Stadt zwischen alt und modern, wohlhabend und arm. Unterwegs können Sie die besondere Atmosphäre Odessas aufnehmen und viel über die Lebensweise der Odessiten erfahren.

    Der späte Nachmittag und Abend stehen Ihnen zur freien Verfügung.

    12.Tag: Abschied von Odessa

    Nach dem Frühstück statten Sie mit Ihrem deutschsprachigen Reiseführer dem Markt Priwos einen Besuch ab, auf dem sich der Odessit von nebenan alle Dinge des täglichen Bedarfs beschaffen kann. Sie schlendern an Ständen vorbei, an denen duftende Gewürze, frisches Obst und Gemüse, Fleisch- und Milchprodukte, exotische Meerestiere sowie viele andere interessante Dinge feilgeboten werden.

    Hier werden kulinarische Spezialitäten wie Kaviar, Schweinefüße oder eingelegtes Gemüse angeboten. Aber Achtung: Nicht alles, was essbar aussieht, wird auch tatsächlich gegessen - Ziegenfett gilt als Heilmittel zum Einreiben, Honig wird gegen Fußpilz eingesetzt.

    Pünktlich vor Ihrer Abreise holt Sie unser Fahrer im Hotel ab und bringt Sie zum Flughafen, wo Sie die Heimreise antreten.

    13.-14.Tag: Optionaler Badeurlaub


    Wenn Sie möchten, können Sie an Ihre Reise zwei Badetage in einem ruhigen Komforthotel in Odessa anhängen. Wählen Sie dazu in der Buchungsmaske einfach das entsprechende Hotel aus und wir buchen Ihren Aufenthalt dort mit insgesamt vier Übernachtungen.

    Unser Fahrer bringt Sie dann dementsprechend zwei Tage später zum Flughafen.
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