Der Siwasch. Heilender See und Vogeleldorado

Städte und Regionen der Ukraine


Am Übergang des ukrainischen Festlandes auf die Krim, östlich des Perekop, befindet sich eine ausgedehnte Seenlandschaft mit einzigartigen Naturschätzen. Am südlichen Rand der schier endlosen, flachen Steppe Tauriens fällt das Land abrißartig ab und mündet in großen Seen, die aus dem Schwarzen und dem Asowschen Meer gespeist werden. Dahinter beginnt die bekannteste Halbinsel der Ukraine...

In einigen dieser Seen spielt sich im Sommer ein einzigartiges Schauspiel ab. Das Meereswasser wird bei Flut (oder Hochwasser) in die Seen gespült, verbleibt bei Niedrigwasser durch eine natürliche Barriere in diesen Seen und verdunstet fast zur Gänze. Zurück bleibt eine zunächst noch weiße Salzschicht, die sich teils mit dem Seeboden und dem Restwasser zu einem Schlamm vermischt, anderenorts auf Gräsern, Felsen und Pflanzen sehr imposante, pittoreske Figuren formt.
  Die weiße Salzschicht bietet wiederum der Alge Dunaliella salina ideale Entwicklungsbedingungen, die aus dem stark salzigen Wasser in Verbindung mit Licht Betacarotin generiert und ablagert. Dadurch erhält der See und die salzbedeckten Uferteile eine kräftig rote, fast blutige Oberflächenfarbe, die in der grellen Sommersonne einen unvergesslichen Ablick bieten.

Der Seeschlamm enthält neben den antioxidanten Algen weitere mineralische Verbindungen mit reinigenden und heilsamen Effekten auf Haut und Körper, deshalb ist er ein beliebtes und preisgünstiges Wellness- Anwendungsmittel für Gesundheitstouristen.

Im östlichen Teil des Siwasch bietet eine weite Fläche offener Seen mit stark verschilften, kaum zugänglichen Ufern ideale Rast- und Nistbedingungen für unzählige Wander- und Wasservogelarten. Besonders im Mai und im September können Birdwatcher und Ornithologen hier viele Arten von Wandervögeln auf ihrer Durchreise in die Winter- oder Sommerquartiere beobachten, insbesondere im Birjutschi- Asow- Nationalpark im östlichen Siwasch.
siwasch, sivash, salzsee, heilschlamm
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