Szeklerland Rundreise

Malerische Rundreise durchs Szeklerland in den Ostkarpaten Rumäniens im Südosten Siebenbürgens


Unsere Szeklerland Rundreise führt Sie in kaum besiedelte Regionen im Südosten Siebenbürgens am Rande der Ostkarpaten. Hier entdecken Sie vielfältige Naturphänome, einzigartig schöne Landschaften und besondere Traditionen. Und eine sehr erholsame Entschleunigung und Ruhe.

Hier, am einstigen Rand des Abendlandes, ticken die Uhren bis heute gemächlicher und leben Szekler (die Angehörigen der ungarischen Minderheit in Rumänien), Csangos und Rumänen im Einklang mit der Natur.

Wir zeigen Ihnen einen Landstrich, der wie kaum ein anderer von permanenten Kultureinflüssen, Umwältungen und Beeinflussungen betroffen war, die bis heute im Szeklerland wirken. Die Szekler, hinter der Hand oft "die besseren Ungarn" genannt, nehmen Reisende gastfreundlich auf und zeigen ihnen gern Ihr Leben und ihre Traditionen. Dazu genießen Sie leckere lokale Küche mit zahlreichen Einflüssen.

Auf der Reise werden Sie durchgehend von einem deutschsprachigen Reiseführer begleitet. Unterwegs schlafen Sie in Zimmern der Mittelklasse, jeweils mit eigener Du/WC. Für die Reise durchs Szeklerland haben Sie die Wahl zwischen der Selbstfahrt im Mietwagen, den wir Ihnen bereitstellen oder dem bequemen, erfahrenem Chauffeurservice.

13 Tage
Individualreise
Rundreise
Mittelklassehotel
Frühstück
deutsch
nach Wahl
zubuchbar
RRRUM3
    1. Tag Anreise
    2. Tag Stadtführung Brasov
    3. Tag Kunst und Traditionen im Szeklerland
    4. Tag Im Land der Vulkane. Braunbären
    5. Tag Vielfältiges Handwerk bei den Szeklern
    6. Tag Die Unitarier. Reise durch sanft gewelltes Land
    7. Tag Kurort Sowata
    8. Tag Gheorgeni (Niklasmarkt). Bicazschlucht
    9. Tag Über der Bicazschlucht. Wanderung
    10. Tag Über die Berge ins Ghimestal
    11. Tag Bei den Gyimeser Tschangos
    12. Tag Sumuleu Ciuc (Szeklerburg)
    13. Tag Abreise aus dem Szeklerland

    1.Tag: Anreise

    Heute reisen Sie ins Herz Rumäniens, ins Szeklerland im Südosten Siebenbürgens. Gern organisieren wir Ihre Anreise mit dem Flugzeug über Bukarest und die Abholung am Flughafen.

    Am Abend kommen Sie in Brasov an, wo Sie ein bequemes Hotelzimmer im Stadtzentrum erwartet. Hier finden Sie auch ein gemütliches Restaurant für Ihr Abendessen.
    Übernachtung in Brasov

    2.Tag: Brasov (Kronstadt)

    Sie besichtigen das sächsische Kronstadt, im Dialekt der Siebenbürger Sachsen Kruhnen oder Krinen genannt. Heute trägt die siebtgrößte Stadt Rumäniens den Namen Brasov.

    Unsere Stadtführung durch Brasov, die Hauptstadt des Burzenlandes, startet mit dem Treffen des Reiseführers auf der Piata Sfatului. Hier bewundern Sie zunächst das imposante Rathaus aus dem 15. Jahrhundert. Daneben ragt der Trompeterturm weit auf, der seinen Namen während der Türkenkriege erhielt. In der Nachbarschaft besichtigen Sie die Schwarze Kirche, das wohl bekannteste Wahrzeichen Brasovs. In der Schwarzen Kirche befindet sich eine bedeutende Sammlung farbenprächtiger orientalischer Teppiche. Rund um die Kirche befinden sich zahlreiche Denkmäler für den Humanisten Johannes Honterus, einen der größten Söhne Brasovs.

    Nahe der Poarta Schei (Waisenhausgässertor) befindet sich das letzte erhaltene, wunderschöne Poarta Ekaterinei (Katherinentor), nebenan können Sie die orthodoxe Nikolauskirche mit prächtigen Innenfresken besichtigen. Vom Katherinentor sind es nur ein paar Schritte bis zur Synagoge Brasovs, die in frischem Glanz erstrahlt. Auf dem Weg durch das jüdische Viertel berichtet Ihnen Ihr Reiseführer vom lebhaften Treiben hier in seiner Blüteperiode, unterwegs durchqueren Sie die schmalste Gasse Brasovs, die Strada Sfori (Schnurrgässchen).

    Die Weberbastei ist eine der gut erhaltenen Basteien der Brasover Stadtmauer, deren Reste sich an die Bastei anschließen. Sie folgen ihrem Verlauf und steigen an der Talstation in den Funikular, der Sie auf den Stadtberg Tampa (Zinne) befördert. Von hier, in 976m Höhe, haben Sie einen weiten Blick über die Ziegeldächer Brasovs, auf den Schwarzen und den weißen Turm. Vom Stadtberg hinab kommen Sie je nach körperlicher Verfassung zu Fuß oder mit der Seilbahn.

    Dann gehts von der Tuchmacherbastei zurück in die Altstadt, sie spazieren auf der Republikstrasse vorbei an den liebevoll restaurierten mittelalterlichen Gebäuden Brasovs.

    Am Abend haben Sie Freizeit. (F)

    3.Tag: Kunst und Traditionen im Szeklerland

    Auf dem Weg von Brasov nach Osten besuchen Sie die eindrucksvolle Kirchenburg in Harman (Honigberg), eine der größten Kirchenburgen Siebenbürgens, mit hoch aufragendem Glockenturm, Innenfresken in der Kapelle des Ostturms und beeindruckender Orgel aus dem 18. Jahrhundert, und die Zisterzienser-
    Wehrkirche in Prejmer (Tartlau) mit wuchtigen Ringmauern um die gotische Kreuzkirche aus dem 13. Jahrhundert. Letztere gehört heute zum Unesco Weltkulturerbe.

    In Cernat besuchen Sie das "Lebendige Museum". Hinter einem der typischen Szeklerhoftore hat ein privater Sammler in einem kleinen Park historische, traditionelle Häuser und Gebäude des Szeklerlandes zusammengeführt und wiedererrichtet. Die Sammlung wird durch historische landwirtschaftliche Maschinen komplettiert. Dem Besitzer dieses Freilichtmuseums geht es vor allem um die Erhaltung des kulturellen Andenkens an die Szekler, und so führt er oft Schulklassen und interessierte Reisende über das Areal und in die Geschichte der Szekler ein.

    In Ghelinta besichtigen Sie die katholische Kirche des Heiligen Emmerich mit einzigartigen gotischen Fresken aus dem 14. Jahrhundert und einer prächtigen Renaissance- Kassettendecke aus dem 17. Jh.. Auf dem Reiseprogramm folgt dann ein Rundgang durch Targu Secuiesc (Szekler Neumarkt), ein nettes Städtchen im Herzen des Szeklerlands.

    Ihre Reise endet an diesem Tag im Kurort Balvanyos (Fidelisbad). In der Stille des Abends, zum Zirpen der Grillen beschließen Sie entspannt den Tag. Übernachtung in Balvanyos (F)

    Szeklerland Reisebuchtipp


    Rumänien Reiseführer

    4.Tag: Im Land der Vulkane. Braunbären

    Die Reise geht an diesem Tag in die vulkanische Geschichte des östlichen Szeklerlandes. Zunächst besuchen Sie den größten aktiven Solfatar Europas. Täglich dringen mehr als 3000 m3 heilsamer Schwefeldämpfe aus der Büdös- Höhle. Der Besuch dieser Höhle ist gleichermaßen beeindruckend wie respektgebietend.

    Dann wandern Sie um den Sfantu Anna See (Sankt Anna), ein berückend schöner Vulkansee im Doppelkrater des Ciomadgebirges. Er liegt auf 950m Höhe eingebettet in wunderschöne Bergwelt und um ihn ranken sich spannende Legenden, die Ihnen Ihr Reiseführer gern berichtet. Ihre Wanderung führt Sie auch durch das Mohos Torfmoor, einen spektakulären Naturschatz mit vielen endemischen Pflanzenarten und einer mächtigen, teils 20m starken Torfschicht.

    Das Ciomad Bergmassiv ist übersät mit Mineralquellen, Mofetten, Solfataren. An vielen Orten finden sich eisenhaltige, basische und radioaktive Quellen mit therapeutischer Wirkung für eine Vielzahl Erkrankungen. Sie besuchen mehrere öffentliche Bäder und Badestellen, in denen die heilende Wirkung der verschiedenen Quellen genutzt werden.

    Nach dem Bezug Ihrer Unterkunft in Baile Tusnad (Tuschnadbad) können Sie in der Abenddämmerung eine aufregende Beobachtungstour in die umliegenden Wälder unternehmen . Ziel der Fotosafari sind die wildlebenden Braunbären, eines der größten Raubtiere Europas. (aufpreispflichtige Zubuchleistung)
    Übernachtung in Tusnad (F)

    5.Tag: Vielfältiges Handwerk bei den Szeklern

    Bis heute werden im Szeklerland jahrhundertealte Handwerke so traditionell wie möglich ausgeübt. Sie besuchen eine historische Wassermühle in Batanii Mici mit hölzernem Mahlwerk, die bis heute bei ausreichendem Wasserstand das Getreide der Bauern mahlt. Sie erfahren, warum die umliegenden Bauern darauf verzichten, ihr Getreide in industriellen Mühlen mahlen zu lassen.

    In Batani Mari schauen Sie einem Töpfer und Ziegelbauern bei der Arbeit über die Schulter. In Talisoara besuchen Sie einen Schmied, der eiserne Zäune und landwirtschaftliche Geräte herstellt, und probieren bei ihm selbstgeräucherten Schinken.

    Dann folgt eine Wanderung in die Varghisschlucht mit beeindruckenden Kalkfelsen, in denen im Laufe der Jahrmillionen wunderschöne Kalksteinhöhlen entstanden sind. Sie besichtigen die wichtigste Höhle und entdecken zahlreiche Fledermäuse, von denen hier mehr als 13 verschiedene Arten siedeln.

    Nach dieser aufregenden Wanderung ist es nicht mehr weit nach Meresti, wo Sie eine traditionelle Käserei besuchen und die leckeren Produkte des Hofes verkosten . Dann bereitet Ihnen Ihr Gastgeber eine Unterkunft in einem 200 Jahre alten, liebevoll restaurierten Bauernhaus. Entspannt klingt der Abend aus, Ihre Gastgeber bereiten Ihnen ein wohlschmeckendes Abendessen mit typischer Szekler Küche. Übernachtung in Meresti (F, A)

    6.Tag: Die Unitarier. Reise durch sanft gewelltes Land

    Für den 6. Tag der Szeklerland Rundreise haben wir ein volles Programm eingeplant, das straff durchgeführt werden muss, um alle Punkte auf dem Reiseplan zu schaffen. Von Meresti aus führt uns die Reise nach Craciunel, wo eine für die Region typische unitarische Kirche zu besichtigen ist. Die Unitarier, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts aus einer Reformationsbewegung hervorgingen und bis heute die christliche Dreieinigkeit ablehnen und statt dessen die Einheit Gottes betonen, stellen in diesem Teil Siebenbürgens heute die größte Religionsgemeinschaft dar.

    Eine weitere Perle der Unitarier begegnet uns in Darjiu (Dersch), wo die ungarischen Szekler im 14. Jahrhundert eine gewaltige spätgotische Kirchenburg errichteten, heute die einzige erhaltene. Sie gehört zum Unesco Weltkulturerbe.

    In Odorhei Secuiesc (Odorhellen) besuchen Sie eines der letzten erhaltenen Freilicht- Fotostudios, welches seit dem Beginn des vergangenen Jahrhunderts an dieser Stelle arbeitet und ein kleines Fotomuseum angeschlossen ist. Auf zahllosen Dias und Negativen wird hier die Geschichte des letzten Jahrhunderts dieser Region bewahrt.

    Ein weiteres jahrhundertealtes Handwerk begegnet Ihnen in Calonda, wo Sie einen Holzköhler besuchen, der hier die Holzkohle für unsere Grills herstellt. An der Technik hat sich kaum etwas geändert, die Meiler glimmen hier das ganze Jahr über.

    Dann geht die Fahrt weiter nach Corund, einem kleinen Dorf, welches besonders für seine farbenfrohen Töpferwaren bekannt ist und am 2. Augustwochenende einen weithin bekannten Markt veranstaltet. Sie unternehmen auf dem Pferdewagen eine Rundfahrt durch das Dorf und die malerische Umgebung.

    Nach der Kutschfahrt besuchen Sie die eindrucksvolle Salzschlucht bei Parajd (Praid). In der Region befinden sich die bedeutendsten unterirdischen Salzvorkommen Europas. Seit den Zeiten des Römischen Reiches wird hier Salz gefördert. Von duftenden Blumenwiesen umgeben, ragen die salzführenden Felsen steil auf und bilden den Rahmen für eine atemberaubende Landschaft. In der nahegelegenen Salzmine finden Reisende ein umfangreiches Bildungs- und Entdeckungsprogramm rund ums Salz, die Geschichte der Salzförderung und können in den großen Kavernen das gesunde Mikroklima der Saline genießen.

    Auch im Kurort Sowata, der malerisch am Flüßchen Kleine Kokel gelegen ist, dreht sich alles um die heilende Wirkung des Salzes. Ihr Reisetag endet in diesem Örtchen, wir bringen Sie in einem einfachen, aber sauberen Familienhotel unter.
    Übernachtung in Sowata (F)

    7.Tag: Kurort Sowata

    Auf einem leicht zu bewältigenden Rundweg wandern Sie einmal um Sowata am Fuße des Gurghui- Gebirges und seine imposanten Seen herum, dabei genießen Sie die schönen Ausblicke über das Tal und den Kurort.

    Am Nachmittag erholen Sie sich von den Wanderstrapazen bei einem Bad im Lacul Ursu (Bärensee), dem einzigen heliothermischen See Europas. Er ist um tieferen Teil des Sees mit Salzwasser gefüllt, auf dem eine Süßwasserschicht schwimmt. In dieser Konstellation erwärmt das Sonnenlicht den See auf beeindruckende Temperaturwerte auf bis zu 45°C.
    Übernachtung in Sowata (F)

    8.Tag: Reise zur Bicaz Schlucht

    Die Reise führt heute zum Lacul Rosu (Roten See). Unterwegs besuchen Sie die Stadt Gheorgeni (Niklasmarkt), in dem bis heute eine bedeutende armenische Minderheit lebt. Beim Rundgang durch die Stadt besuchen Sie die armenische Kirche. Dann besuchen Sie Wollfärberinnen, die ihre Schafswolle ausschließlich mit natürlichen Zutaten färben. Viele Kräuter kommen dabei zum Einsatz und bringen eine beeindruckende Farbvielfalt zum Erstrahlen. Ein Eldorado für Hobbystricker!

    Am frühen Nachmittag erreichen Sie den Lacul Rosu, der seinen Namen für die Farbe erhielt, in der der hohe Eisengehalt ihn von Zeit zu Zeit färbt. Nach einem gewaltigen Erdrutsch entstand dieses vormalige Waldstück, dessen Baumstümpfe noch heute bizarr aus dem Wasser aufragen. Eine Legende um die schöne Eszter gab ihm auch den Namen "Mördersee".

    Anschließend durchfahren Sie die bekannteste und beeindruckendste Gebirgsstraße Rumäniens, die Sie durch die Bicazschlucht führt. Die Straße folgt dem Lauf des kleinen Baches, links und rechts ragen atemberaubende Felsen senkrecht auf bis zu 350m Höhe empor, der Besucher fühlt sich klein und den Naturgewalten ausgeliefert. Am Ende der Schlucht betreten Sie für kurze Zeit das Territorium der Moldova, wie der Nordwesten Rumäniens genannt wird. Dann kehren Sie zurück an den Roten See und beziehen Ihr Quartier an seinem Ufer. Übernachtung am Lacul Rosu (F)

    9.Tag: Über der Bicaz Schlucht. Wanderung.

    Nachdem Sie gestern die Bicaz- Schlucht von unten bestaunen konnten, geht es heute aufwärts. Gemeinsam mit ihrem ortskundigen deutschsprachigen Reiseführer unternehmen Sie eine Wanderung über autofreie Forstwege, Kieswege und Waldpfade auf den Suhardul Mic (Kleiner Suhard). Wer es sportlich mag, kann diesen Aufstieg auch über die "Via Ferrata", einen gut markierten und ausgestatteten Kletterpfad bewältigen, dazu sollten Sie über durchschnittliche Fitness verfügen.

    Vom Suhardul Mic aus haben Sie in 1.344 m Höhe einen fantastischen Blick über die Bicazschlucht, den Roten See und die umliegenden bewaldeten Gebirgsketten. Hier lohnt sich ein entspanntes Picknick, welches Sie vorab am Roten See einkaufen können.

    Am Nachmittag steigen Sie vom Berg ab und erholen sich entspannt am Ufer des Sees. Übernachtung am Roten See (F)

    10.Tag: Über die Berge ins Ghimestal

    Auf der Fahrt über die Hasmas Berge verlassen wir die moderne Zivilisation und fahren über staubige Bergpisten ins Ghimestal. Die Region wird von der Volksgruppe der Tschangos (Csango) bewohnt, einer ungarischsprachigen, überwiegend katholischen Minderheit, die sich von den Szeklern in Dialekt und Traditionen unterscheiden.

    In dem kleinen Dorf Trei Fantani scheint die Zeit still zu stehen, das Dorf der Welt entrückt. Ein kleiner Bach trennt die Häuser der Tschangofamilien von denen der Rumänen. Er speist auch die Gewässer der Forellenzucht, in der Sie die frisch gefangenen und zubereiteten Leckerbissen mit traditionellen Beilagen der schmackhaften Tschango- Küche genießen können.

    Auf der anderen Seite der Berge erwartet Sie nach zahllosen engen Kurven auf Schotterpiste das Ghimestal, in dem die meisten der Gyimeser Tschangos wohnen. Hier nehmen Sie Quartier bei freundlichen Gastgebern und können sich erholen.
    Übernachtung in Baratcos. (F)

    11.Tag: Bei den Gyimeser Csángós

    Heute nehmen Sie das Ghimestal genauer unter die Lupe. Einst war das Tal ein entlegener Wohnort, durch das Ghimestal verlief jahrhundertelang die Grenze zwischen (ungarischem) Abendland und (mongolischem, später osmanischem) Morgenland. Die hier lebenden Csángós bewirtschaften die Landschaft extensiv und im Einklang mit ihr, so bewahrten sie eine legendäre Natur- Vielfalt, die Sie heute kennenlernen.

    Über eine Bergalm geht es zunächst zum Tschango Kuhhirten, der in seiner kleinen Hirtenhütte schmackhaften Käse zubereitet. Er berichtet Ihnen vom einsamen Leben auf der Alm und der Schwierigkeit, neue Hirten und Gehilfen zu finden - eine Facette des EU- Beitritts Rumäniens 2007.

    Auf einer 2 km langen leichten Wanderung lernen Sie anschließend die hier vorkommenden Kräuter und Pflanzen kennen, die die Landschaft prägen. Dabei ist die reiche Biodiversität der extensiv bewirtschafteten Bergwiesen beachtlich, schier zahllos die Insektenarten, die eine Vielzahl von Vögeln und Amphibien ernähren.

    Ziel der Wanderung ist die Rakoczi- Festungsruine aus dem 17. Jh., die das ungarische Königreich vor Angriffen der Mongolen schützen sollte. Von hier oben haben Sie einen schönen Blick über das Ghimestal und auf die benachbarten Bergkuppen. Unterhalb der Festungsruine befindet sich eine Bahnstation, dort kann man heute eine Bunkeranlage als Museum besuchen. Die Bunker wurden in den 40er Jahren des 20. Jh. gebaut und und waren Teil der sogenannten Arpad- Linie, einem gegen die Sowjetunion gerichteten Verteidigungswall.

    Am Nachmittag wandern Sie durch die duftende Natur und kehren in Ihr Quartier zurück. Übernachtung in Baratcos (F)

    12.Tag: Sumuleu Ciuc (Schommlenberg)

    Zunächst halten Sie auf Ihrer Fahrt durch die Ostkarpaten auf dem Ghimespass einen Imker, der jedes Jahr im Frühling hier seine Bienenvölker bis zum Herbst aufstellt. Seine Bienen (Apis mellifera carpatica und Buckfast) sammeln sehr fleißig die umliegenden Wälder ab und produzieren leckeren Honig. Der Imker erzählt Ihnen gern, was seine Bienen gern mögen und was weniger, worin die Vorteile und Besonderheiten der Bienen und der von ihnen gewonnenen Produkte liegen.

    Dann beschäftigen Sie sich am vorletzten Tag Ihrer Szeklerland Rundreise mit einem völlig anderen Aspekt der rumänischen Gegenwart im Szeklerland, der Bildung, und besuchen das Kinderheim Sankt Stefan in Sumuleu Ciuc, einem Stadtteil von Miercurea Ciuc (Szeklerburg), in welches zumeist auffällig gewordene Kinder und Kinder aus schwierigen Verhältnissen eingewiesen werden.

    Im Heim selbst wird viel Wert auf ein selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Leben geachtet, welches die Kinder auf ein verantwortungsvolles Erwachsenenleben vorbereiten soll. So verteilen die Kinder und Halbwüchsigen die anfallenden Aufgaben selbst untereinander, sanktionieren selbst und demokratisch die Nachlässigkeiten oder Renitenz ihrer Altersgenossen. Wer das Heim im Alter von 18 Jahren verläßt, ist auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet.

    Bei selbstgesammeltem Kräutertee und Gebäck stellt Ihnen die sympatische Heimleiterin das Kinderheim und das pädagogische Konzept vor. Anschließend besichtigen Sie die benachbarte, prächtig verzierte katholische Barockkirche des Franziskanerordens.

    In Menasag können Sie zum Mittagessen die gleichnamige Suppe verkosten, mit dem berühmten Szekler Baumstrietzel zum Nachtisch.

    Auch an diesem Reisetag erwartet Sie eine Begegnung im Zeichen der Szekler. Diese begrenzten ihre Höfe mit imposanten, handgeschnitzten hölzernen Hoftoren. An manchen Orten sind diese Schmuckstücke noch erhalten, einige Bewohner des Szeklerlandes folgen dieser Tradition bis heute. Im Fisagtal nehmen sie die schönsten und markantesten Hoftore in Augenschein und entdecken ihre vielfältige Symbolik, darunter eines aus dem Jahr 1775.

    Dann ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Auf der Fahrt nach Brasov genießen Sie nochmals die wunderschöne Landschaft Südostsiebenbürgens. Im einstigen Kronstadt angekommen, beziehen Sie Ihr Quartier und haben Zeit für einen Bummel durch die Altstadt Brasovs und zur Rückkehr in die städtische Zivilisation. Übernachtung in Brasov (F)

    13.Tag: Abreise aus dem Szeklerland

    Heute haben Sie etwas zeit für einen letzten Spaziergang durch das wunderschöne Kronstadt. Pünktlich vor Ihrem Abflug holt Sie unser Fahrer ab und bringt Sie nach Bukarest zum Flughafen, wo Sie die Heimreise antreten.
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