Reise von der Ostsee durch Nordostpolen

Von Danzig durchs Ermland und die einsamen Masuren. Herrliches Ostpreussen


Unsere Reise durch Nordostpolen verbindet die Begegnung mit der wechselhaften Geschichte Ostpreussens mit der Stille der malerischen Natur des Ermlandes und der Masuren. Dort ist das Land dünn besiedelt, still und bietet zahlreichen Wildtieren ein kaum berührtes Domizil. Tauchen Sie auf dieser Reise gemeinsam mit uns diese reizvolle Landschaft ein, lernen Sie ihre sympatischen Bewohner kennen. Entdecken Sie bedeutende Kapitel deutscher Vergangenheit im heutigen Nordosten Polens und genießen Sie die pure Erholung auf einer Endmoräne der letzten Eiszeit.

Die Reise beginnt in der Hansestadt Danzig am Ufer der Ostsee, noch heute ein Kleinod mittelalterlicher Architektur. Von dort aus führt Ihre Reiseroute nach Osten bis an die Grenze zur russischen Enklave Kaliningrad. In den Masuren erwarten Sie stille Naturschutzgebiete, die Rominter Heide und die Johannisburger Heide, dazu die sauberen masurischen Seen. Hier wird das Leben gemächlicher, man kommt zur Ruhe...

Ihr freundlicher deutschsprachiger Reiseführer bringt Sie in Kontakt zu den Bewohnern der Region mit ihren unterschiedlichen Geschichten und Lebensweisen, durch ihn entdecken Sie auf unserer Nordost Polen Reise die Vielfalt und den kulturellen Reichtum Ostpreussens bis heute.
  Diese Reise durch Nordostpolen kann zu jeder Jahreszeit unternommen werden, wir würden jedoch die Monate Mai und Juni besonders empfehlen. Sie haben die Wahl, ob Sie Ihre Anreise selbst oder durch uns organisieren lassen wollen. Dazu bieten wir Ihnen wahlweise auf der Fahrt einen Mietwagen als Selbstfahrer oder den entspannten Transport in einer Limousine mit zuverlässigem Chauffeur an.

Unterwegs nächtigen Sie durchweg in Unterkünften mit mindestens mittlerem westeuropäischem Komfort, das bedeutet Sie bewohnen Zimmer mit eigener Du/WC, dazu meist Klimatisation und Internetzugang.

Sollten Sie für Ihre Reise zusätzlich weitere Reiseziele oder besondere Reisethemen berücksichtigen wollen, dann sprechen Sie mit uns! Wir können alles sehr Vieles möglich machen.

Das Pommernland, einst Teil Preußens, blickt auch auf eine viefältige deutsche Vergangenheit zurück, mit der Sie sich auf unserer Nordostpolenreise an der Ostseeküste und in den Masuren beschäftigen. Sie besuchen einstige Herrengüter und beschäftigen sich mit dem Vermächtnis von Ernst Wiechert und Marion Gräfin von Dönitz.
13 Tage
Individualreise
Rundreise
Mittelklassehotel
Frühstück
deutsch
nach Wahl
zubuchbar
RRPOL1
    1. Tag Anreise nach Danzig
    2. Tag Danzig Stadtführung
    3. Tag Sopot, Gdynia, Westerplatte
    4. Tag Marienburg
    5. Tag Frombork, Kadeni, Tolkmicko
    6. Tag Oberlandkanal, Allenstein
    7. Tag Lidzbark, Galeni, Drogoscze
    8. Tag Die Rominter Heide
    9. Tag Malerische masurische Seenplatte
    10. Tag Durch die Masuren
    11. Tag Mensch und Geschichte in der Johannisburger Heide
    12. Tag Unterwegs mit dem Stakboot
    13. Tag Abreise aus den Masuren

    1.Tag: Anreise

    Am ersten Tag Ihrer Reise durch Nordpolen reisen Sie an die Ostsee. Dazu haben Sie im Buchungsformular die Möglichkeit, einen Flug nach Danzig (Gdansk) zuzubuchen oder organisieren Ihre Anreise selbst.

    In Danzig angekommen beziehen Sie Ihr Hotelzimmer im Zentrum der Altstadt und haben Freizeit für einen ersten Bummel durch die Gassen der Hansestadt.

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    Polen Reiseführer

    2.Tag: Danzig, Kaufmannsstadt an der Ostsee mit deutscher Vergangenheit

    Am ersten Tag Ihrer Rundreise durch Nordostpolen entdecken Sie die Sehenswürdigkeiten der malerischen Hansestadt an der Ostsee. Die Danzig Stadtführung führt Sie durch die historische Altstadt. Gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer besuchen Sie die Johanneskirche nahe Ihrem Hotel. Von dort aus geht der Spaziergang über die Uferpromenade an der Motlawa (deutsch: Mottlau) vorbei an mittelalterlichen Speicherhäusern und mehreren imposanten Stadttoren (Heiliggeisttor, Marientor, Brotgassentor) zum Grünen Tor. In der Ferne kann man das Krantor, eines der ältesten erhaltenen mittelalterlichen Kranhäuser Danzigs erblicken.

    Am Grünen Tor beginnt der Gang über den Langmarkt mit seinen prächtig verzierten Bürgerhäusern aus der Renaissance, Sie lauschen der Legende von Neptun am Neptunbrunnen, in der sich auch das Geheimnis des legendären Danziger Goldwassers aufklärt, bestaunen die prächtige Jugendstilfassade des Speymannhauses und das neoklassizistische Kleinod Artushof. Beeindruckend ist auch das ehemalige Rathaus Danzigs, ein gotisches Gebäude mit Renaissanceelementen, in dem sich heute das historische Museum der Stadt befindet.

    Durch die Kramergasse kommen Sie zur wichtigsten Danziger Kirche, der Marienkirche aus dem 14. Jahrhundert und der benachbarten Königskapelle. Die Marienkirche ist eine der größten Backsteinkirchen Europas nördlich der Alpen. Ihr Danzig Stadtrundgang führt dann durch die mittelalterliche Heiliggeistgasse, vorbei an unzähligen Restaurants und Cafés zum Zeughaus, einer der bekanntesten und meistfotografierten Gebäude der Hansestadt im flämischen Maierismus. Am Goldenen Tor verlassen Sie kurz die historische Altstadt Danzigs und schauen sich das Hohe Tor mit seinen prächtigen Verzierungen und Inschriften an. Das Hohe Tor und das gegenüberliegende Slomiansturm waren Teil der mächtigen Festungsanlage um Danzig. Dann informieren Sie sich im einstigen Stadtverlies mit Folterkeller über mittelalterliche Verhörmethoden oder im 2006 neu eingerichteten Bernsteinmuseum über ein magisches Naturmaterial.

    Sie spazieren durch die Herrengasse, in der sich die Dominikanerkirche und die belebte Markthalle befinden, passieren die Große Mühle und die Katharinenkirche, und gelangen durch die Danziger Altstadt zum Gebäude der polnischen Hauptpost, in der sich 1939 der legendäre polnische Widerstand gegen die deutschen Eroberer abspielte, dem Günter Grass in der "Blechtrommel" ein Denkmal setzte.

    Von der Hauptpost kehren Sie über den Fischmarkt zurück an die Uferpromenade der Motlawa, wo unsere Danzig Stadtführung endet. Den restlichen Nachmittag und Abend können Sie nach Ihren Wünschen gestalten. (F)

    3.Tag: Die Westerplatte. Sopot und Gdingen.

    Am Vormittag verlassen wir die Danziger Innenstadt und fahren auf die Westerplatte, eine flache Halbinsel in der Ostsee. Hier eröffneten deutsche Kriegsschiffe am 1. September 1939 das Feuer auf das örtliche Munitionslager, womit der Zweite Weltkrieg begann. Auf dem Gang durch die weitläufige Gedenkstätte gibt Ihnen der deutschsprachige Reiseführer einen Überblick über die Ereignisse und die unmittelbaren Folgen für Polen.

    Anschließend besuchen Sie Danzigs Nachbarstädte Sopot (Zoppot) und Gdingen (Gdynia). Auf der Fahrt passieren wir zunächst im Danziger Stadtteil Oliva den beeindruckend prächtigen Backstein- Dom, der zur Danziger Erzdiözese gehört, die hier ihren Sitz hat. In Sopot promenieren Sie über die prächtige Uferpromenade mit der längsten Seebrücke Europas und genießen die entspannte Urlaubsatmosphäre des Kurstädtchens.

    In Gdynia fühlt man sich architektonisch in die 20er und 30er Jahre versetzt, die Phase zwischen Jugendstil und Bauhaus, in der sehr viele der Häuser gebaut wurden, die heute das Stadtbild von Gdingen prägen. Damals wuchs Gdingen schnell zum größten Hafen Polens, strömten hunderttausende auf Arbeitssuche hierher und brauchten Unterkunft.

    Dementsprechend kann Gdingen auch weniger mit historischer Architektur aufwarten. Den Reiz der Stadt machen die entspannte Atmosphäre in Gdingen, die weitläufigen Parkanlagen und die breite Kurmole im Stadtzentrum aus. Wir empfehlen Ihnen den Besuch des Maria- und Lech- Kaczynski- Parks mit einem gigantischen Kreuz auf dem Gipfel und schönem Blick über die Ostseeküste, den benachbarten Europarats- Park und den Kosciuszki Platz, auf dem häufig Konzerte und vielfältige Unterhaltungsprogramme stattfinden. neben der Kurmole befinden sich zudem für historisch Interessierte zwei Museumsschiffe.

    Am späten Nachmittag kehren Sie nach Danzig zurück und haben Freizeit. (F)

    4.Tag: Die Dirschauer Brücke. Marienburg

    Mit dem Auto durchqueren Sie eine Landschaft, die als der pommersche Werder bezeichnet wird - stilles, plattes Land, teils unterhalb des Meeresspiegels, von Kanälen durchzogen, an denen Weiden wachsen. In den Dörfern ist die aus dem Mittelalter stammenden Siedlungsstruktur sichtbar erhalten, umgeben die Wohnhäuser und Dorfbauten einen rechteckigen Zentralplatz. An vielen Orten ragen mittelalterliche Festungsruinen steil auf, die von der geschichtlichen Unruhe der Region künden. Jahrhundertelang regierten hier die deutschen Ordensritter, später kamen Mennoniten, Polen, Ukrainer...

    Auf Ihrer Fahrt besichtigen Sie am legendären polnischen Fluß, der Weichsel (polnisch Wisla), die Dirschauer Brücke, eine architektonische Meisterleistung des 19. Jahrhunderts. Zu ihrer Eröffnung war sie die längste Balkenbrücke Europas, die sich, über die Weichsel gespannt, in die malerische Landschaft einfügt.

    Auf dem Weg nach Malbork begegnet Ihnen in Bystrze (deutsch Biesterfelde) ein architektonischer Vertreter der Region, ein sogenanntes Laubenganghaus vom Beginn des 19. Jahrhunderts. In Malbork besichtigen Sie die beeindruckend mächtige und gut erhaltene Marienburg, eine Ordensritterburg aus dem 13. Jahrhundert. Die gotische Backsteinburg am Flüßchen Nogat war anderthalb Jahrhunderte die nördliche Hauptstadt des Deutschritterordens und später Residenz des polnischen Königshauses. Sie besichtigen die umfängliche Burganlage und lauschen den Erzählungen und Legenden, die sich um die Burg und die Marienfigur in der Marienburg ranken.

    In Tiegenhof (Nowy Dwor Gdanski), einem kleinen Städtchen im Weichseldelta, beschäftigen Sie sich mit der Geschichte der Mennoniten in dieser Region. Sie besuchen das historische Museum und die Reste des mennonitischen Friedhofs im nahen Petershagen (Żelichowo).

    Nach einem eindrucksreichen Tag kommen Sie am Abend in Elbing (poln. Elblag) an. Wir haben im Zentrum der Stadt Zimmer in einem Mittelklassehotel für Sie reserviert, die Sie für zwei Nächte bewohnen. (F)

    5.Tag: Am Frischen Haff. Frombork. Tolkmicko. Cadinen

    Am fünften Tag der NordostPolen Rundreise erkunden wir die Elbinger Höhen - die Region am Frischen Haff mit ihren schier endlosen Alleen, historischen und architektonischen Sehenswürdigkeiten. Zwischen den kleinen Ort wächst viel Kiefernwald, das Land ist still und kaum besiedelt.

    In dieser Gegend läßt sich im 13. Jahrhundert das ermländische Domkapitel nieder und errichtet auf den Ruinen einer prussischen Siedlung den Frauenburger Dom, aus dem im 15. Jahrhundert eine imposante Wehrburg entsteht, die Sie besichtigen. Von der Aussichtsplattform des gotischen Barock- Glockenturms in 70 m ü. NN genießen Sie bei guter Sicht den weiten Blick übers Haff bis zur Frischen Nehrung, die dort schon zur russischen Oblast Kaliningrad (Königsberg) gehört. Ausserdem birgt der Glockenturm ein kleines Planetarium und ein Focaultsches Pendel. Im Inneren der Marien- Kathedrale genießen Sie bei einem Konzert (je nach Spielplan) den vorzüglichen Klang der Danziger Orgel aus dem 17. Jahrhundert. Weitere interessante Gebäude auf dem Domhügel sind der Nikolaus- Kopernikus- Turm, in welchem der berühmte Astronom im 16. Jahrhundert wohnte und wirkte,und der ehemalige Bischofspalast.

    Nach einem Rundgang durch die Kleinstadt Frombork (Frauenburg), bei der man frischgefangenen Fisch genießen kann, unternehmen Sie vom nahegelegenen Tolkmicko (Tolkemit) eine Fahrt mit der Fähre übers Frische Haff nach Krynica Morska auf der Frischen Nehrung. Dort können Sie zu Mittag essen und zur Ostseeküste mit endlosen Sandstränden spazieren.

    Nach Ihrer Rückkehr mit der "Wassertram" nach Tolkmicko besuchen Sie Kadyny (Cadinen) und besuchen das einstige Herrengut, aus dem Kaiser Wilhelm II. zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Sommerresidenz mit Jagdschloß einrichtete, zu der ein heute weltbekanntes Gestüt für Trakehner und Holsteiner und eine Majolikafabrik gehören. Dazu kommen eine neugotische Kirche, Arbeiterhäuser, Altenheim, eine Schule und ein Postamt. Das Gut beherbergt heute ein SPA Hotel und bietet Reitunterricht an. Das dazugehörige Restaurant befindet sich in Wilhems Wodka- Brennerei, in der Majolikamanufaktur gibt es ein kleines Museum und natürlich traditionelle rotbraune Cadiner Majolikafliesen als Souvenir zu kaufen.

    Am späten Abend kehren Sie voller Eindrücke zurück nach Elblag und erholen sich in der kühlen Stille des Abends. (F)

    6.Tag: Der Oberlandkanal. Ostroda und Allenstein

    Am Morgen checken Sie im Hotel aus und übergeben Ihr Gepäck dem Fahrer, der es zum kommenden Treffpunkt weiterbefördert. Dann spazieren Sie zur Anlegestelle, an der die Schiffe über den Oberlandkanal nach Ostroda ablegen. Über malerische Seen und kleine Kanälchen geht es durch die pommersche Landschaft, genießen Sie die Schönheit des Oberlandes.

    Eine touristische Besonderheit sind die Rollberge, über die die Schiffe nur mit der Kraft Ihres Gewichtes und sanfter Wasserkraft gezogen werden und mit denen die Höhenunterschiede des Geländes überbrückt werden. Der Oberlandkanal war zur Zeit seiner Errichtung eine technische Meisterleistung und von überragender wirtschaftlicher Bedeutung. Heute ist er eine Attraktion für Reisende.

    Bei Ihrer Ankunft in Osterode (Ostroda), dem "Tor in die Masuren" am Drewenzsee, spazieren Sie über die Uferpromenade und durch das beschauliche Städtchen, besuchen die mittelalterliche Ordensburg, in der Napoleon 1807 auf seinem Russlandfeldzug verweilte, und schauen sich die gotische Backsteinkirche des Heiligen Dominikus Savio-Kosciol an.

    Ihr Chauffeur erwartet Sie bereits und bringt Sie nach Allenstein (Olsztyn), den Eingang ins Ermland. Auch Allenstein ist ein Produkt der Expansion des Ritterordens im 13. Jh. und so gehört die Ordensburg zu den zentralen Sehenswürdigkeiten. Mit der Burg ist aus der Name Nikolaus Kopernikus verbunden, der sie im 16. Jh. verwaltete und 1521 gegen erneute Angriffe der Deutschritter verteidigte. Sie spazieren durch den heutigen Verwaltungssitz und bewundern pittoreske mittelalterliche Laubenhäuser, das spätgotische Rathaus und die wuchtige Jakobskirche. Dann bringen wir Sie nach Heilsberg (Lidzbark Warminski), wo Sie in einem komfortablen Hotel in Nachbarschaft der Ordensburg die Nacht verbringen. (F)

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    Masuren Reiseführer

    7.Tag: Bischofssitz Heilsberg. Bartosice. Herrengut Galiny. Drogoscze

    Am Morgen besichtigen Sie die imposante Ruine der einstigen Burg der Ermländer Bischöfe, die hier im 14. Jh. auf den Ruinen einer prußischen Burg ein blühendes Gemeinwesen und ein kulturelles Zentrum errichteten. Dann verlassen Sie den Ort und durchstreifen mit dem Auto die Masuren.

    In Gallingen (Galiny) besuchen Sie die historischen Gebäude eines baltendeutschen Gutshofes, der heute als Gestüt und Hotel in neuem Glanz wiedererstrahlt.

    In Bartosice beschäftigen Sie sich mit einem jüngeren Kapitel der polnischen Geschichte und lernen die ukrainische Minderheit kennen, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen der "Operation Weichsel" aus der heutigen Westukraine hierher umgesiedelt wurden. Sie besuchen die ukrainisch orthodoxe Kirche und können im benachbarten Restaurant ukrainische Spezialitäten genießen.

    Von Bartosice geht die Reise weiter nach Gallingen (Galiny), wo Sie ein weiteres baltendeutsches Herrengut besichtigen. In Groß Wolfsdorf (Drogosce) besuchen Sie die imposante Residenz Dönhoffstedt, eines der größten und einst prächtigsten Anwesen Ostpreußens, welches mehreren Königen als Quartier auf der Durchreise diente. Zwar hat der Zahn der Zeit am Gebäude Spuren hinterlassen, doch die einstige Pracht ist dennoch augenscheinlich.

    Dann durchqueren Sie den stillen, weiten Nordosten Polens und genießen die Weite der masurischen Landschaft. Im kleinen Dörfchen Rapa besichtigen Sie die Pyramide, die sich die preußische Familie Farenheid, ganz in der damaligen Mode der Ägyptophilie als letzte Ruhestätte errichten ließ.

    In Goldap, dem Tor zur Rominter Heide an der Grenze zum russischen Königsberg (Kaliningrad), haben wir Ihnen Zimmer in einem guten Mittelklassehotel reserviert, die Sie nun beziehen. Am Abend entspannen Sie sich auf der Kurpromenade des Ortes bei einer Tasse Mineralwasser und beim Gang durch die still plätschernden Gradierwerke, in denen natürliches Mineralwasser verdunstet und eine aerosolgeschwängerte Umgebungsluft produziert, die sich gesundheitsfördernd auf die Atemwege auswirken. Den restlichen Tag können Sie gemächlich zur Erholung zu nutzen und vielleicht eine der vielfältigen Wellnessangebote Ihres Hotels zu genießen (aufpreispflichtig). (F)

    8.Tag: Durch die Rominter Heide

    In Goldap haben Sie den östlichsten Punkt Ihrer Polenreise erreicht und erkunden heute die Rominter Heide, die schon Kaiser Wilhelm II., der letzte Hohenzollernkaiser, als Jagdrevier zu schätzen wußte. Diese Landschaft erkunden Sie am heutigen Tag auf einer Rundfahrt. Zahlreiche Seen und Teiche glitzern im Licht der Sonne, umstanden von tiefen Wäldern in denen viel Wild Nahrung und Versteck findet.

    Um Wald und Wild der Rominter Heide besser nutzen zu können, wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts eine Eisenbahn von Gumbinnen nach Allenstein mit zahlreichen Brückenviadukten errichtet, die heute als stille Zeitzeugen in der Landschaft aufragen. Bei Staatshausen (Stanczyki) besichtigen Sie solch ein imposantes Zwillings- Viadukt und können von oben den weiten Blick über die malerische Landschaft Ostpreussens genießen. Etwas weiter entfernt, in Szittkehmen (heute Żytkiejmy, der Name stammt aus dem Litauischen und bedeutet "Judendorf"), finden sich weitere Zeugnisse dieser Zeit, darunter ein stillgelegter Bahnhof, ein Forsthaus und ein kleiner Soldatenfriedhof.

    Nahe an Szittkehmen befindet man sich schon mitten im Grenzgebiet, auch an einer EU- Aussengrenze. Mit dem Auto fahren Sie ganz nah heran und können am Punkt "Trójstyk Graniz", dem Dreiländereck zwischen Polen, Litauen und der russischen Enklave Kaliningrad vergleichende Studien zum Zustand einer EU- Innengrenze und einer EU- Aussengrenze betreiben. Der alte Backsteinweg, der einst Allenstein mit Königsberg verband, passiert noch heute diese Grenze, allein: wer auf ihm kommt, kann heute nicht mehr weiter.

    Am Nachmittag reisen Sie ins Herz von Masuren, nach Lötzen (Gizycko). Dort unternehmen Sie einen Rundgang durch das Städtchen, bestaunen die einzigartige Drehbrücke im Stadtzentrum, besichtigen die Festung Boyen und werfen vom Wasserturm in 129 Treppenstufen Höhe einen weiten Blick über die masurischen Seen.

    Nachdem Sie am Abend Ihr Hotel bezogen haben, steht Ihnen der restliche Reisetag zur freien Verfügung. (F)

    9.Tag: Masuren Dampferfahrt

    Dieser Tag ist der masurischen Seenplatte gewidmet, die Sie ausgiebig erkunden. Dazu besteigen den Dampfer zu einer mehrstündigen Rundfahrt über die weite Seenplatte. Der Reiseführer berichtet Ihnen von der vielfältigen Nutzung der Seen in Fischerei, Transport und Tourismus. Vom Löwentinsee (Niegocin) geht die Fahrt durch den Łuczański- Kanal, über den sich die letzte funktionstüchtige Drehbrücke Europas schwingt, in den weiten Mauersee (Mamry). Zu ihm gehören mehrere Teilseen, dabei der nach dem Kaulbarsch benannte Kissainsee, der Dargeinensee und der Kirsaitensee.

    An den Ufern der glitzernden Seen finden sich zahlreiche Inseln, die mit Eichenwäldern bestanden sind, am Ufer nisten Blesshühner, Seeadler und Schwarzstörche. Die größte Insel im Mauersee ist Werder Upalten (Upalty) mit Wäldern, in denen bis zu 200 Jahre alte Bäume zu finden sind - Eichen, Hainbuchen, Ahorn, aber auch Ulmen und Linden. Dann geht die Schifffahrt durch den Rastenburger Kanal ans Ufer des Flusses Angerapp (Węgorapa).

    Zur Mittagszeit pausiert die Dampferfahrt im kleinen Städtchen Angerburg (Węgorzewo), welches Sie durchstreifen und in einem der hübschen, kleinen Restaurants zu Mittag essen können. Am Nachmittag geht die Reise beschaulich weiter über die malerische masurische Seenplatte, Sie genießen die Schönheit der Landschaft und beobachten die lebhafte Tierwelt Masurens.

    Am frühen Abend kehren Sie nach Lötzen zurück und beziehen Ihr Hotel im Herzen der Hauptstadt Masurens. Dann können Sie einen Spaziergang durch Lötzen unternehmen und über die Uferpromenade am Löwentinsee bummeln. (F)

    10.Tag: Masurens Kleinodien

    Auf einer Rundfahrt durch Masuren lernen Sie viele kleine und große Geschichte(n) kennen, die das Land uns seine Bewohner geprägt haben. Mit dem deutschsprachigen Reiseführer fahren Sie zunächst nach Rößel (Reszel) und bestaunen die wunderschöne, gut erhaltene mittelalterliche Altstadt mit prächtigen Bürgerhäusern. Auch in Rößel dominiert eine wuchtige Bischofsburg der Ordensritter das Stadtbild, nahebei kann das Augustinerkloster mit barocker Klosterkirche besichtigt werden.

    Nicht weit entfernt befindet sich einer der bedeutendsten Pilgerorte des Ermlands, das Jesuiten Kloster Heiligelinde (Swieta Lipka), ein prächtiger Barockbau mit fantastischen Decken- und Wandmalereien, in dem das Bildnis der Heiligen Maria von 1640 jedes Jahr unzählige Gläubige anzieht. Wer Glück hat, kann einem Konzert auf der gewaltigen Kirchenorgel aus dem 18. Jahrhundert mit fast 4000 Pfeifen lauschen. Imposant sind auch die Skulturen von Christoph Perwanger, die auf den Kreuzgängen, die den Klosterhof links und rechts vom prachtvollen Hoftor umfassen, aufgestellt wurden.

    Auf Ihrer Entdeckungstour durch die Masuren begegnet Ihnen in Rastenburg (Ketrzyn) eine kleine Ordensburg, bevor Sie in Nakomiady das Herrenhaus Eichmedien besuchen, im Park und dem Gemüsegarten spazieren, der bis heute die Bewohner des Gutes mit gesunder Kost versorgt. In der benachbarten Keramikmanufaktur erfahren Sie Interessantes über die Geschichte des weißen Goldes und den Reiz historischer Kachelöfen, die hier bis in unsere Tage hergestellt werden. Im malerisch gelegenen Freiluftmuseum Schafstall (Owczarnia) gibt es zum Mittagessen masurische Spezialitäten aus den Schätzen, die der umliegende Garten hervorbringt.

    Nach dem essen wir es Zeit, in die jüngere Geschichte eintauchen. Nahe dem Städtchen besichtigen Sie in Görlitz (Gierłoż) die Überreste der "Wolfsschanze", einem einstigen Führerhauptquartier an der Ostfront, welches heute vor allem durch das missglückte Attentat von Claus Schenk von Stauffenberg auf Hitler bekannt wurde.

    Wenn das Licht der Sonne eine dunkelgoldene Farbe annimmt, besuchen wir das Dorf Steinort (Sztynort) und schauen uns die Reste des Schlosses derer von Lehndorff, die hier eines der größten Güter Ostpreußens bewirtschafteten. Zu den Jugendfreunden des letzten deutschen Gutsherrn Heinrich Graf Lehndorff gehörte unter anderem Marion Gräfin Dönhoff, deren Leben und Schaffen wir zu einem späteren Zeitpunkt beleuchten. Lehndorff gehörte zum Kreis um Claus von Stauffenberg und wurde wie dieser nach dem Attentat auf Hitler erschossen.

    Während des Zweiten Weltkriegs war ein Flügel des Schlosses der Lehndorffs in Steinort Feldquartier für den damaligen Außenminister von Ribbentrop, während die Lehndorffs den anderen Flügel bewohnten. Zwar bemühen sich die heutigen Besitzer des Gutes, das Schloss und die umliegenden Gutshäuser zu restaurieren, bis die Häuser jedoch in neuem Glanz erstrahlen, ist noch etwas Geduld erforderlich.

    Am Abend kehren Sie nach Lötzen zurück und haben Freizeit. (F, M)

    11.Tag: Durch die Johannisburger Heide

    Die Rundreise durch Nordostpolen führt uns heute in die Johannisburger Heide, das größte zusammenhängende Waldgebiet in Masuren. Dazu verlassen Sie Lötzen und fahren entlang den masurischen Seen nach Nikolajken, ein malerisches Städtchen. Nach einem kurzen Bummel durch Nikolajken geht die Reise weiter nach Kleinort (Pierslawek), wo Sie sich im kleinen Museum gegenüber seinem Geburtshaus mit dem Leben und Schaffen des Schriftstellers Ernst Wiechert beschäftigen.

    In Guttenwalde (Dobry Lasek) besuchen Sie das kleine Imkereimuseum und informieren sich über die Geschichte der Imkerei in Ostpreußen. Dabei lernen Sie verschiedene Honigsorten und wertvollen Nebenprodukte der Imkerei in Masuren kennen, schauen sich verschiedene Bienenstöcke an und kosten natürlich von den leckeren Honigprodukten, die hier mithilfe der Bienen entstehen.

    Am Nachmittag besuchen Sie in Eckertsdorf (Wojnowo) ein Kloster orthodoxer Altgläubiger, die sich hier ansiedelten, als die Region zum Russischen Reich gehörte. In einer der orthodoxen Kirchen bewundern Sie zahlreiche Ikonen aus den russischen Kriegsschiffen der Zarenzeit und lauschen den Berichten Ihres deutschsprachigen Reiseführers, der Ihnen von der Ankunft und dem Leben der Altgläubigen berichtet.

    Am Abend kommen Sie in Einsiedeln (Kadzidlowo) an, wo am Rande eines ausgedehnten Tierparks historische masurische Bauernhäuser liebevoll restauriert und als Unterkünfte hergerichtet wurden. Sie schlafen in einem dieser Bauernhäuser stilecht wie früher jeder masurische Bauer, nebenan gibt es in der über 100 Jahre alten Schenke traditionelle masurische Küche. Den Abend können Sie für einen Spaziergang durch den Tierpark nutzen oder in der Stille der Johannisburger Heide verträumen. (F)

    12.Tag: Stakbootfahrt auf der Krutynia. Galkowo

    Um den Zauber der Masuren noch näher zu kommen, tauchen Sie heute in unberührte Natur ein. Gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer unternehmen sie dazu eine Stakbootfahrt auf der Kruttinna (Krutynia) durch das gleichnamige Naturschutzgebiet. Wahlweise können Sie diesen Naturausflug auch mit dem Paddelboot unternehmen, dann kann die Route etwas erweitert werden. Sprechen Sie dazu mit Ihrem deutschsprachigen Reiseführer.

    Die fast lautlose Fahrt auf dem kristalllenen Fluß geht vorbei an unberührter Natur, Mischwäldern mit mächtigen Baumriesen, in denen die letzte Eiszeit mächtige Findlinge hinterlassen hat. Mit etwas Glück kann man von Bord des Stakbootes Biber, Nerze, Fischotter und Eisvögel beobachten. Im glasklaren Fluß bedeckt Hildebrandtia rivularis, eine rote Alge, die Flußsteine auf dem Grund; dazwischen schießen kleine Fische durch die Kruttinna.

    Ihr Stakmann kennt den Fluß und das Leben an dessen Ufern ganz genau und kann Ihnen viele der Naturwunder des Kruttinna- Naturschutzgebietes nahebringen.

    Am Nachmittag nehmen wir das Thema des 10. Reisetages aus Sztynort nochmals auf und beschäftigen uns mit den Herrengütern Ostpreussens. In Galkowo wurde das einstige Steinorter Jagdhaus der Familie von Lehndorff wiedererrichtet und in ein Wirtshaus mit kleinem Salon verwandelt. Dieser Salon erinnert an Marion Gräfin von Dönhoff, die in Ostpreußen geboren wurde und aufwuchs. Er birgt zahlreiche Bücher und Tondokumente der bekannten Journalistin, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg unermüdlich für die Annäherung und den Austausch von Deutschen und Polen einsetzte.

    Am Abend kehren Sie in Ihr historisches Bauernhaus zurück und können im Licht der untergehenden Sonne die Vielfalt der Eindrücke Ihrer Reise durch Nordostpolen Revue passieren lassen. (F)

    13.Tag: Abreise

    Der Abreisetag Ihrer Nordost Polenreise ist gekommen, Zeit zum Abschied von Masuren. Unser Fahrer bringt Sie rechtzeitig nach Allenstein (Olsztyn) auf den Flughafen, wo Sie die Heimreise antreten. (F)
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