Berschad. Jüdisches Vermächtnis und technische Meisterleistungen

Städte und Regionen der Ukraine


Berschad gehörte zu den Zentren chassidischer Religion und Kultur im 18. Jahrhundert. Auf dem Friedhof kann man noch heute Grabsteine aus den Jahren 1776, 1791, 1792, 1815 finden. In der kleinen podolischen Stadt sind auch manche typische Wohnhäuser erhalten, so auch das Gebäude der jüdischen Schule aus dem Jahr 1918.

Einzigartig in ihrer Bauweise ist die Synagoge in Berschad sie ist aus Lehm und Stroh gebaut und mehr als 200 Jahre alt. Die Synagoge hat zwei Gebetszimmer – für Männer und für Frauen. Zwischen den Gebetsräumen gibt es Hörfenster, so dass die Frauen auch dem Gebetsgesang des Rabbi lauschen können.
  Wie in der ganzen Ukraine setzten die Nazis im 2. Weltkrieg auch in Berschad der reichen jüdischen Kultur ein Ende. An dem Ort, in dem ein Massengrab mit ca. 80000 Juden entdeckt wurde, gibt es heute ein Mahnmal. Außerdem gibt es um 100 Gräber der jüdischer Partisanen, die sowjetische Partisanen und Soldaten im Kampf gegen Hitlerdeutschland unterstützten.

Ein weiteres interessantes technisches Denkmal findet sich zu bestimmten Zeiten in Berschad. Durch die Stadt verläuft die Trasse der Schmalspurbahn von Haiworon (Gajworon) über Berschad nach Rudnitza (Rudniza) mit Loks der Baureihe TU-2.

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