Naturreise Pripjat Nationalpark


Der Pripjat Nationalpark ist ein kaum bekanntes Naturjuwel im Süden Weißrusslands. Hier können Naturreisende in jahrhundertealte unberührte Buchenurwälder eintauchen, die einzigartige Flora und Fauna verschiedener Moor- und Sumpfarten erforschen und darin zahlreiche sehr seltene Tier- und Pflanzenarten erforschen. Der Pripjat Nationalpark berherbergt die wohl größte Population des Schelladlers (Aquila clanga) in Europa, hier finden sich die südlichsten Nistplätze des Regenbrachvogels (Numenius phaeopus) und des Goldregenpfeifers (Pluvialis apricaria). Für Entomologen hochinteressant besitzt hier der Hirschkäfer (Lucanus cervus) eines der bedeutsamsten Habitate.

Für Ornithologen ist die beste Reisezeit an den Pripyat der Frühling, wenn die Migrantenschwärme aus dem Süden kommen und mit dem Nisten beginnen. Ansonsten gibt es im Sommer und Spätherbst eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen zu entdecken, im Winter ist es stiller in den zugefrorenen Sümpfen und Mooren des Nationalparks.
  Sie werden durch einen orts- und fachkundigen anglophonen Reiseführer begleitet, der Sie zu den attraktivsten Orten und Habitaten des Nationalparks führt und Ihnen weiterführende Informationen über die ansässige Flora und Fauna gibt.

Wir organisieren für Sie An- und Abreise von Minsk und bringen Sie in einfachen Mittelklassehotels mitten im Nationalpark unter, Sie schlafen in Zimmern mit jeweils eigener Du/WC. Fußläufig erreichbar sind von dort Restaurants mit lokaler weißrussischer Küche.
4 Tage
Individualreise
Naturreise
Mittelklassehotels
Frühstück
deutsch
nach Wahl
zubuchbar
RBBELA5
    1. Tag Anreise in den Pripjat Nationalpark
    2. Tag Ljaskowitschi
    3. Tag Ornitologische Entdeckungen
    4. Tag Turau
    5. Tag Zarenkiefernwald. Abreise

    1.Tag: Ljaskowitschi

    Nach Ihrem Eintreffen im Pripiat Nationalpark besuchen Sie gemeinsam mit einem lokalen anglophonen Biologen die Niederungsaue neben dem Dorf Ljaskowitschi. Während des herbstlichen Vogelzugs nehmen hier einige Arten von Schlammläufern (Numenius arquatus L.), Enten (Anatidae), Reiher (Ardea L.) und andere ihn Zwischenquartier. Als Nistvogel ist in der Aue die Lasurmeise (Cyanistes cyanus) zu beobachten.

    Am Nachmittag werden wir verschiedene Waldtypen erforschen, die es im Nationalpark gibt, darunter der Erlenwald und der Bruchwald.

    Am Abend unternehmen Sie eine Bootstour (ca. 2 Stunden) auf dem Prypjat und seinen Altwässern. Dabei können Sie verschiedene Säugetiere beobachten, die im Hochwasserhabitat leben, zum Beispiel Biber (Castor fiber), Fischotter (Lutra lutra), Mink (Neovison vison) und andere.

    Sie übernachten in einem einfachen Mittelklassehotel im Nationalpark.

    2.Tag: Ornitologische Entdeckungen im Pripjat Nationalpark

    Am Morgen fahren Sie nach dem Frühstück mit Ihrem anglophonen Reiseführer in eine Fischereikooperative mit ausgedehnten Teichflächen. Während des Vogelzugs pausieren dort zehntausende Vögel. In der Umgebung der Fischerei nisten Seeadler (Haliaeetus albicilla), Schwarzer Milan (Milvus migrans) und andere. Am Rand dieses Territoriums liegt ein uralter Wald, teilweise versumpft. Dieses Gebiet ist der einzige Ort in Belarus, an dem der Zwergsäger (Mergellus albellus) nistet.

    Anschließend geht die Fahrt nach Turov (Turau). Dort fahren wir mit dem Fährschiff über den Prypjat in einen anderen Teil des Nationalparks. Im Park angekommen, besuchen wir geschützten Eichenwald, Hainbuchenwald u.a. Auf unserer Fahrt in den Abend haben wir die Möglichkeit, Elche, Rehe und Hirsche zu beobachten.

    Am Abend nehmen wir in einem einfachen, sauberen Landhotel Quartier. (F)

    3.Tag: Turau

    Heute führt unsere Exkursion auf die sogenannten Turauer Wiesen, ein einzigartiges Ökosystem, durch das im Frühling tausende Vögel migrieren.

    Anschließend erwandern wir eines der für den Pripiat so charakteristischen Sumpfgebiete, in denen Sie unterwegs picknicken, und nehmen auf einer abendlichen Fahrt entlang des Flusses verschiedene Überschwemmungslandschaften ansehen. Eine gute Aussicht auf das Hochwasserbett des Pripiats haben wir von einer Brücke beim Dorf Tscherni.

    Anschließend kehren wir in unsere Unterkunft zurück. (F, M)

    4.Tag: Der Zarenkiefernwald. Abreise

    Gemeinsam mit dem anglophonen Reiseführer unternehmen Sie einen Ausflug zur sogenannten Zarenkiefer. Der sie umgebende Wald mit abständigen Bäumen ist ein guter Ort für Waldspechtarten und Haselhuhn (Tetrastes bonasia, Synonym: Bonasa bonasia). Mit viel Glück kann man hier auch Wisente antreffen, Spuren ihrer Anwesenheit finden Sie auf jeden Fall.

    Weiter geht die Wanderung ins Hochwassergebiet des Prypjat, wo auch Lasurmeise nistet. Anschließend kann man in der Nähe eines nahegelegenen Fischereibetriebs einen jüngeren Wald besuchen und seine Besonderheiten mit denen der vorher besuchten Waldtypen im Nationalpark vergleichen.

    Der restliche Tag steht im Zeichen Ihrer Abreise, die wir gern für Sie organisieren. (F)
    pripiat, prypiat, nationalpark, reise, belarus
    nach oben