Naturreise Weißrussland Belarus

Privatreise zu den schönsten weißrussischen Landschaften und Naturschätzen in dünnbesiedelten Weiten


Weißrussland gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas und bietet dementsprechend weite, vielfältige und abwechslungsreiche Naturstriche mit ganz eigenen Besonderheiten.

Wir bieten Ihnen mit dieser individuellen Weissrussland Naturreise Gelegenheit, die schönsten Naturschauspiele des östlichen EU- Nachbarn zu entdecken, aber auch die ambivalenten Folgen menschlichen Handelns auf die Natur zu begutachten. Dazu treffen Sie in der Bialowieczska Puschtscha (Puscha) wildlebende Büffel, schauen am stillen Narotschsee in die (sowjetische) Vergangenheit, besichtigen die Resultate jahrzehntelangen Gipsabbaus und genießen die Einsamkeit der Braslawer Schweiz im äußersten Norden Weissrusslands.
  Dazu entdecken Sie den belarussischen Norden mit Wolfs- und Bärenhabitaten in taigaähnlicher Landschaft, durchstreifen im Herzen Weissrusslands mit Fahrrad und Paddelboot unbesiedelte Paradiese für seltene Tiere und endemische Pflanzen in der Moorlandschaft des Beresina Nationalparks. Auf der weiteren Reise beschäftigen Sie sich mit der Nutzung der Natur durch den Menschen und besuchen eine Försterfamilie in den weiten Wäldern im Süden Weissrusslands. Am Ende besuchen Sie den Pripjat- Nationalpark, ein einzigartiges, kaum berührtes Habitat für seltene Zugvögel, die hier im Frühjahr und Sommer Ihren Nachwuchs bekommen und aufziehen.

Auf Ihrer Naturreise nach Weissrussland bringt Sie mit vielen verschiedenen Menschen in Berührung, die Ihnen einen ehrlichen, authentischen Einblick ins das Leben in Belarus und die Beziehung der Weissrussen zu ihrer Umwelt geben. Hier können Sie sich auch mit dem Bild auseinandersetzen, das man in Westeuropa von Belarus hat.

Natürlich können wir auch diese Reise genau an Ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen, weitere Leistungen hinzubuchen oder Reiseteile weglassen. Dazu gehört auch eine Kombination mit anderen Reisepaketen und Destinationen. So bietet sich für diese Reise eine Verlängerung im Baltikum oder nach Süden in die einsamen ukrainischen Karpaten an.
15 Tage
Individualreise
Naturreise
Mittelklassehotels
Frühstück
deutsch
Fahrer + Auto
zubuchbar
RRBELA2
sanfte Riesen der Bialowiecza
türkisblaue Seen
wilde Wölfe in der Roten Heide
unberührte Hochmoore der Beresina
Birdwatching Eldorado Pripjat Reservat
    1. Tag Anreise
    2. Tag Polesien
    3. Tag Belaweschskaja Puschtscha
    4. Tag Belarussische Malediven
    5. Tag Augustowkanal
    6. Tag Narotsch
    7. Tag Braslauer Schweiz
    8. Tag Rote Heide
    9. Tag Beresina Biosphärenreservat
    10. Tag Beresina Paddeltour
    11. Tag Belarussischer Süden
    12. Tag Kolchosebesuch
    13. Tag Pripjat Nationalpark
    14. Tag Turow
    15. Tag Abreise

    1.Tag: Anreise nach Weissrussland

    Heute kommen Sie in Minsk an. Das Ticket für die Anreise per Flugzeug oder Bahn können Sie in unserer Buchungsmaske gleich dazubestellen.

    Ihr deutschsprachiger Reiseführer holt Sie vom Flughafen oder Bahnhof in Minsk ab, bringt Sie zum Hotel und hilft beim Check-in.

    Nach einer kurzen Rast unternehmen Sie eine Stadttour, neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigen sie den imposanten Botanischen Garten mit Pflanzen aus der ganzen Welt. Am Stadtrand von Minsk liegt ein interessantes Steinmuseum, dem sie gegen Abend einen Besuch abstatten. Danach essen sie in einem landestypischen Restaurant zu Abend.

    Im Anschluss kehren Sie in Ihr Hotel zurück. (A)

    2.Tag: Aufs Land.

    Zu Beginn Ihrer Weissrussland Naturreise fahren Sie gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer in den Südwesten von Belarus, zunächst über weites, fast plattes Land; später wird die Landschaft welliger und waldreicher.

    Ihr erster Halt ist die Stadt Slonim. Slonim ist kleines Städtchen, dessen lange Geschichte bereits im dreizehnten Jahrhundert begann. Während eines kurzen Stadtbummels besichtigen Sie einige der Sehenswürdigkeiten des sogenannten "Athens von Polesje" (Polesje ist der Name der Region im Süden des Landes), unter anderem das alte sagenumwobene Gutshaus „Albertin“ und auf dem Marktplatz Handwerkerhäuschen aus dem achtzehnten Jahrhundert. Die Stadt spiegelt die berühmte belarussische Religionstoleranz wieder, in Slonim existieren Gotteshäuser aller in Belarus verbreiteten Konfessionen. Zum Abschluss machen Sie im Stadtzentrum eine gemütliche Kaffeepause.

    Im Anschluss daran verlassen Sie die Hektik der Stadt, fahren in die Natur und gehen in ländlicher Behaglichkeit auf. Auf einem malerisch gelegenen Landgut (russ. Agrousadba) werden Sie gegen Spätnachmittag herzlich willkommen geheißen und verbringen einen ruhigen Abend am Lagerfeuer mit leckerem, saftigem Schaschlik, hausgemachtem Birkensaft und anderen lokalen Spezialitäten. Danach können Sie eine Banja (typische belarussische Sauna, vor Ort zubuchbar) besuchen, und sich danach im nah gelegenen See abkühlen.
    Übernachtung auf dem Landgut. (F, A)

    3.Tag: Die Beloweschskaja Puschtscha

    Am Morgen wird Ihnen von der Hausfrau ein ausgiebiges Frühstück mit typischen belarussischen Draniki (Kartoffelpuffer, am häufigsten mit saurer Sahne) aufgetischt. Danach fahren Sie zum Nationalpark „Belawschskaja Puschtscha“ nahe der polnischen Grenze. Unter Führung eines erfahrenen pensionierten Försters verbringen Sie einen erlebnisreichen Tag in einem der ältesten Wälder von Europa. Mit seiner Erfahrung und etwas Glück treffen Sie auf die Bewohner des Urwaldes, darunter Wisente (Bison bonasus), Rothirsche (Cervus elaphus), den Wolf (Canis lupus), den Fuchs (Vulpes vulpes), Rehe (Capreólus capreólus), den eurasischen Luchs (Lynx lynx), Dachs (Meles meles), Baummarder (Martes martes) und Fischotter (Lutra lutra). Übrigens ist die Wisentpopulation der Bialowieza die größte weltweit. Sie besuchen des wilden Teil des Nationalparks, wohin sich Touristen nur selten verirren.

    Nach der Rückkehr aufs Landgut steht Ihnen der Abend zur freien Verfügung, an dem Sie die Idylle am Seeufer genießen können, indem Sie angeln oder sich einfach am Sonnenuntergang weiden.
    Übernachtung im Landgut. (F)

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    Belarus Reiseführer

    4.Tag: Kreidebrüche, oder Belarussische Malediven, Ziegenfarm, Grodno

    Heute können Sie ausschlafen und mit einem späten Frühstück in den Tag starten. Danach fahren Sie zu einem einmaligen Naturdenkmal. Dabei handelt es sich um Kreidebrüche, die seit über 100 Jahren in Betrieb sind. Sie besichtigen das normalerweise gesperrte Territorium mit einem lokalen Experten und erfahren mehr über die Folgen und Perspektiven dieses menschlichen Eingriffs in die Natur.

    Beim Besuch der ausgedehnten, meist stillgelegten Tagebaue können sie den Verlauf der Renaturierungsmassnahmen verfolgen. Landläufig nennt man das Areal mit seinen kilometerlangen türkisblauen ausgeschürften Seen auch "Belarussischen Malediven", daraus spricht wohl auch der Wunsch, die nunmehr ungenutzten Gruben eines Tages zu touristischen Zwecken nutzen zu können.

    Ganz in der Nähe liegt eine Ziegenfarm, wo sie die Besitzerin schon mit einem wohlschmeckenden, hausgemachten Mittagessen erwartet. Im Anschluss können Sie Ihr entweder beim nachmittäglichen Ziegenmelken zuschauen oder auch selbst mitanpacken und sich an einem Glas köstlicher Ziegenmilch erfrischen. Im Gespräch mit Ihrer Gastgeberin erfahren Sie von den Besonderheiten, denen Privatbauern im Kolchose- dominierten Weissrussland unterworfen sind.

    Danach brechen Sie auf und setzen Ihre Reise Richtung Norden fort, wo sie am Spätnachmittag die Stadt Grodno erreichen, die wohl westlichste Stadt Belarus´. Nach einem kurzen Abendspaziergang durch die malerische Altstadt können Sie in einer gemütlichen Kartschma (belarussischer Name für ein Gasthaus) einkehren und sich lokale Spezialitäten schmecken lassen.

    Sie beziehen Unterkunft in einem zentralen Hotel in der Innenstadt. (F, M)

    5.Tag: Der Augustow- Kanal. Narotsch

    Nachdem dem Frühstück im Hotel fahren Sie zum Augustow-Kanal, einem Beispiel für das wechselnde Verhältnis des Menschen zur Natur. Der Kanal wurde von 1823 bis 1839 errichtet und sollte nach seiner Fertigstellung als schiffbare Verbindung zwischen der Weichsel und der Memel hin zur Ostsee dienen. Nachdem Polen 1919 mit dem Versailler Vertrag jedoch wieder unmittelbar Zugang zur Ostsee erhielt, verlor der Augustow-Kanal an wirtschaftlicher Bedeutung. Seitdem wird der Kanal und die ihn umgebenden bewaldeten Hügel touristisch genutzt.

    Während eines Spaziergangs am Kanal entlang besichtigen Sie die malerische Landschaft und unternehmen Sie eine Schifffahrt (ca. 1 Stunde). Danach nehmen sie Abschied von der Grodnoer Region und schlagen den Weg nach Osten ein, Richtung Narotsch.

    Am Spätnachmittag erreichen sie den Nationalpark Naratschanski.

    Sie übernachten im zentral gelegenenen Hotel Narotsch. (F)

    6.Tag: Wanderung am Narotschsee. Braslau

    Nach einem frühen Frühstück im Hotel beginnen Sie den Tag mit einer 7km langen Naturwanderung mit Ihrem Führer durch das malerische Naturschutzgebiet „Blaue Seen“. Unterwegs eröffnet sich Ihnen auf einem Hügel ein beeindruckender Blick über den Narotsch Nationalpark mit dem Fluss Stratscha, und einer Vielzahl größerer und kleinerer Seen. Sie begegnen hundertjährigen Kiefern und Eichen, die den Unbilden der Zivilisation bis heute widerstanden - ein Glück für den erst 1999 gegründeten Nationalpark.

    Auf der Tour können Sie Spuren und Futterplätze in Augenschein nehmen und mit etwas Glück die dazugehörigen Wildtiere beobachten.

    Am späten Nachmittag verlassen sie Narotsch und fahren Richtung lettischer Grenze in den Nationalpark Braslauer Schweiz. Braslau ist eine kleine Stadt im Norden, in der Nähe der lettischen Grenze, und von einer sagenhaft schönen Seenplatte mit unzähligen kleinen und größeren bilderreiche Seen umgeben. Sie übernachten auf einem Landgut, malerisch an einem der wunderschönen Braslauer Seen gelegen, und lassen den Abend bei Lagerfeuer und lokalen Spezialitäten ausklingen. (F, A)

    7.Tag: Die Braslauer Schweiz

    Nach einem ausgiebigen Frühstück erkunden Sie die Umgebung. Bevor Sie mit der Erkundung des Nationalparks beginnen, statten Sie dem pittoresken Städtchen Braslau, direkt am See Driwjati gelegen, einen Besuch ab. Anschließend besuchen Sie den Aussichtspunkt Majak und genießen den fantastischen Blick über die Braslauer Seenplatte und den Norden Weißrusslands.

    Später besuchen Sie eine der ersten Ecolodges in Weißrussland und informieren sich über die Anstrengungen, die wachsende Zahl von Urlaubern umweltverträglich zu betreuen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung, es bietet sich die Möglichkeit, Boot oder Katamaran zu fahren, zu angeln, im See zu baden, die Umgebung mit dem Fahrrad zu erkunden oder sich mit einem Buch auf der Terrasse zu entspannen und in der schönen Natur des belarussischen Seengebiets zu schwelgen.

    Den Abend können Sie romantisch am See beim Lagerfeuer verbringen. Übernachtung in einem der typischen, naturnah eingerichteten Holzhäuser. (F)

    8.Tag: Die rote Heide. Das Moosmoor

    Das Frühstück nehmen Sie heute in einem Café ein. Dann fahren Sie noch weiter gen Norden, entlang den Grenzen Weissrusslands mit den baltischen Ländern. Ganz im Norden des Landes, in den Gebietsbezirken Rossonskowo und Werchnedwinskowo an der Grenze zu Russland, befindet sich das zauberhafte Naturschutzgebiet Krasnij Bor (Rote Heide), mit einer Gesamtfläche von 34.231 Hektar. Hier ist das Land mit drei Einwohnern pro Quadratkilometer am dünnsten besiedelt. Dies und die Abwesenheit jeglicher Industrieanlagen macht die Gegend zu einer der ökologisch saubersten in Belarus.

    Die Landschaftsformung der Roten Heide ist ein Ergebnis der letzten Eiszeit. Im Süden und Südwesten des Schutzgebietes haben sich während dieser Zeit große Sandkämme und Festlanddünen gebildet. Als der Gletscher hier vor langer Zeit im Rückzug begriffen war, haben sich durch die zahlreichen Abflüsse enorme Mengen an Sand abgelagert. Da es noch keine Vegetation gab konnte der Wind den Sand ungehindert zu beeindruckenden Sandformationen auftürmen. Heute sind diese Erhebungen mit Kiefernheiden bedeckt.

    Im Schutzgebiet wechselt sich diese karge Landschaft mit reichen Waldmassiven ab, was diese Gegend sehr reizvoll macht. Durch das Relief des Gletschers ist die Landschaft sehr zergliedert. Es gibt vierzig größere Seen, die schönsten heißen Beloe Juchowskoje, Beloe Dobroples and Bredno. Zudem zeichnet sich die Landschaft durch unzählige kleine Flüsse und Bäche, Hochmoore, Wallberge und Moränenhügel aus, welche ihr einen sehr malerischen Charakter verleihen. Auf dem relativ überschaubaren Territorium des Schutzgebietes befinden sich die unterschiedlichsten Arten von Feuchtgewässern. Die Rote Heide als vom Gletscher geformtes Gebiet setzt hier als geomorphologischer Komplex sicherlich Maßstäbe.

    Der Serebrjanoe Osero (Silbersee) ist der größte See des Gebietes mit einer Wassermenge von circa 10,5 Millionen Kubikmetern. Die Wasserqualität und vor allem dessen sanfter Geschmack ist allein schon eine Reise wert. Dieser einmalige See in der Form eines runden Kraters wird von sanften Hügeln umschlossen. Ein weiterer einmalig schöner Ort befindet sich gleich in der Nachbarschaft, das unberührte Hochmoor Bolschoi Moch (Großmoos). Mitte September ist hier die Erntezeit für die in Belarus beliebte Moosbeere, aus der unterschiedliche Getränke und Süßigkeiten gemacht werden.

    Die Flora des Schutzgebietes vereint unterschiedliche Wachstumszonen, Tundra, Taiga und ausgedehnte Wälder. Es dominieren Kiefern-, Tannen- und Birkenwäldern, bewachsen mit Heidekrautgewächsen. Im Schutzgebiet wachsen 18 bedrohte Arten, einige der vorkommenden Arten sind die Wasser-Lobelie (Lobelia dortmanna), die Weiße Seerose (Nymphaea alba), die Zwerg-Birke (Betula nana), der Korallenwurz (Corallorhiza trifida), der Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea), das Kleinblütige Einblatt (Malaxis monophyllos) und die kleine Teichrose (Nuphar pumila).

    Sie unternehmen mit einem örtlichen Ranger einen Ausflug in die unberührte Natur des Schutzgebietes, eine spannende Fußwandertour durch das Moosmoor „Juchowitschskij Moch“. Wenn sie Glück haben, lassen sich wilde Wölfe beobachten.

    Nach der Tour begeben Sie sich in das Biosphärenreservat “Berezinskiy”. Übernachtung in einem rustikalen Holzsommerhaus vor Ort. (F)

    9.Tag: Das Beresina Biosphärenreservat

    Nach dem Frühstück erkunden wir die vielen Gesichter des Beresina Biosphärenreservats. Einst war die Beresina Teil der Handelsroute von den Warägern zu den Griechen. Im 19. Jahrhundert war der Hauptkanal dieses Deltas schiffbar und wurde für die Flößerei genutzt. 1812 durchquerte Napoleon das sumpfige Gebiet in eisigem Winter und verlor hier zehntausende seiner Soldaten wegen militärischer und logistischer Fehlplanungen.

    Seit 2001 steht das Gebiet der Beresina und Ihrer zahlreichen Zuflüsse mit ausgedehnten Sümpfen unter Schutz und wurde von der IUCN als besonders geschütztes Biosphärenreservat (Kategorie 1a) eingestuft. Im Reservat finden sich verschiedene Landschaftsformationen mit jeweils unterschiedlicher Besiedlung, dazu gehört die Flußlandschaft der Beresina, Wälder und Wiesenlandschaften. Diese Landschaftstypen werden vom markanten, in Europa einzigartigen Hochmoor dominiert und durchdrungen. Dieses Moor ist einerseits ein gewaltiger CO2- Speicher und andererseitsdurch seine Unberührtheit für viele Arten ein Hüter des globalen Genpools.

    Zu den bedrohten Pflanzenarten, die im Biosphärenreservat zu finden sind, gehören der Sudeten Blasenfarn (Cystopteris sudetica), Einknollige Honigorchis (Herminium monorchis) und Cinclidium stygium; bei den Tieren sind es Ortolan (Emberiza hortulana), Zwergdommel (Ixobrychus minutus), Kammmolch (Triturus cristatus), Zwerglibelle (Nehalennia speciosa), Hirschkäfer (Lucanus cervus), Bergwald Perlmutterfalter (Clossiana thore). Dazu können Sie hier „die großen Fünf“ der europäischen Wälder beobachten - Elch (Alces alces), Wisent (Bison bonasus), Braunbär (Ursus arctos), Wolf (Canis lupus) und Luchs (Lynx lynx).

    Heute unternehmen Sie zunächst eine Wanderung auf dem Naturlehrpfad durch alle Zonen des Biosphärenreservats, Höhepunkt dabei ist der Blick vom Aussichtsturm über die schier endlose Moorlandschaft und eine Begegnung mit dem Moor. Danach steht für Sie eine Fahrradtour gen Süden, entlang des „Sergutschskij Kanal“ (20 Kilometer) auf dem Plan. Unterwegs entdecken Sie an 4 thematischen Schautafeln die Geschichte dieses einzigartigen Wassersystems und folgen den Spuren des Eiszeit.

    Den Abend verbringen Sie gemütlich am Lagerfeuer und übernachten in einem traditionellen Holzsommerhaus. (F)

    10.Tag: Auf der Beresina

    Am Morgen beginnt eine Paddelbootstour auf dem Fluss Beresina, der dem Biosphärenreservat seinen Namen gab. Begleitet durch einen ortskundigen Parkranger, genießen Sie die Fahrt mit dem Kanu stromabwärts auf dem Fluß und werden eins mit der unbesiedelten Natur. In den üppig bewachsenen Flußufern nisten viele Vögel, auf dem Fluß siedeln verschiedene Wassersäugetiere, darunter der Biber (Castor fiber) und der Otter (Lutra lutra).

    Auf Ihrer Fahrt durchqueren Sie unberührte Fluß- und Sumpflandschaften mit unberührter Natur, Sonne, frischer Luft und dem Summen der Wildbienen. Dabei weist Sie der Parkranger auf Besonderheiten und markante Orte im Beresina Biosphärenreservat hin.

    Am Abend stellen Sie am Ufer der Beresina Ihre Zelte auf (werden von uns bereitgestellt) und bereiten sich am Lagerfeuer Ihr Abendessen. Mit dem Einbruch der Nacht lauschen Sie den Geräuschen der wilden Natur und bestaunen den schier endlosen Sternenhimmel. (F)

    11.Tag: Abschied von der Beresina. Der belarussische Süden

    Nach einer erholsamen Nacht in wilder Natur starten Sie erholt und gestärkt den zweiten Teil der Paddelbootstour auf der Beresina. Gegen Mittag erreichen Sie das Ziel Ihrer Bootstour, booten aus und verlassen das Biosphärenreservat.

    Ihr Weg geht weiter nach Süden, in die waldreiche Region um Mogiljow. Dort lebt in einem winzigen Dorf eine Jägerfamilie, die Sie herzlich willkommen heißt. Die Familie bewirtschaftet einen Bauernhof, der sie mit allem Lebensnotwendigen versorgt. Beim Rundgang über den Hof erhalten Sie einen Einblick in die Lebensverhältnisse der Menschen hier. Anschließend bewirten Sie Ihre Gastgeber u.a. mit im russischen Ofen gebratenem Geflügel und sauer eingelegtem Gemüse (einer Spezialität, die zur Erntezeit in großen Mengen hergestellt wird und den Bauern im Winter als gesunde Vitaminquelle dient).

    Am Abend können Sie sich in einer schon bekannten Banja (vor Ort zubuchbar) erholen.
    Übernachtung im einfachen Gästezimmer auf einem Bauernhof. (F, M)

    12.Tag: Mensch und Wald in Belarus. Auf der Kolchose.

    Zum Frühstück gibt es Ladki (belarussische Plinse im Ofen) und Matschanka (ein altes typisches Landgericht aus Speck, Eiern und saurer Sahne).

    Danach unternehmen Sie eine Tour mit dem Förster in die Wildnis (mit dem Pferdewagen). Unterwegs besichtigen Sie Futterplätze für das Wild und bekommen hoffentlich auch einige zu Gesicht. Außerdem fahren Sie zu einem der größten Stauseen und Wasserkraftwerke des Landes, Tschigirinskoje, und machen dort ein Picknick am Ufer. Die Region Mogilew ist durch ihr dichtes Flussnetz (Dnjepr, Berezina, Drut) bekannt, an denen einige der großen Wasserkraftwerke von Belarus stehen.

    Beim Städtchen Marina Gorka machen Sie einen Schlenker und fahren nach Sutin. Der gesamte Ort lebt vor allem von den zwei lokalen Kolchosen, die noch wie zur Sowjetzeit betrieben werden. Sie prägen maßgeblich das Dorfbild und das Leben seiner Bewohner. Es gibt Wasser aus dem Brunnen, Eier und Milch aus dem Stall. Gemeinsam mit Ihrer Gastgeberin bereiten Sie in der Sommerküche je nach Jahreszeit saisonal geprägte, köstliche lokale Gerichte zu. Nach dem Abendessen schirrt die Gastgeberin den Pferdewagen an, gemeinsam machen sie einen kleinen Ausflug in die nähere Umgebung.

    Sie übernachten auf einem kleinen Gehöft bei Ihrem Gastgeber in einem separaten, einfach eingerichteten Häuschen. (F, A)

    13.Tag: Der Pripjat Nationalpark

    Am heutigen Tag unternehmen Sie eine Fußwandertour in die Moorgebiete des Pripjat Nationalparks, wo Sie die malerische Landschaften Polesiens besichtigen und sich mit den einzigartigen Pflanzen- und Vogelarten bekanntmachen.

    Am Abend gehen Sie mit einem Fischer im vor Fischen strotzenden Pripjat angeln und genießen danach am gemeinsamen Lagerfeuer Ihren Fang. Bei köstlicher Fischsuppe und am Feuer gebratenem Fisch lassen Sie den Tag ausklingen. (F, A)

    14.Tag: Bootstour auf dem Pripjat. Turow.

    Am zweiten Tag erleben Sie eine Bootsfahrt auf dem Prypjat. Der Fluss ist einer der Hauptschätze des Nationalparks. Während der Bootsfahrt haben Sie Möglichkeit, dessen Schönheit kennen zu lernen. Bei der Fahrt durch die engen Windungen und Flußniederungen lassen sich viele, die Uferzone bewohnende Vogelarten aus nächster Nähe beobachten. Außerdem ist das Sommerhaus des belarussischen Präsidenten zu erahnen, das sich auf der Landseite ein bisschen versteckt befindet.

    Am Nachmittag machen Sie einen Abstecher in eine der ältesten Stadt von Belarus, Turau (Turow). Die Stadt befindet sich im Herzen des belarussischen Polesiens; um 980 gegründet war sie einst Hauptstadt des Stamms der Dregowitschen, einer der drei ostslawischen Stämme (neben den Kriwitschen und den Drewlanen), aus denen die heutige Nation der Belarussen hervorgegangen ist.

    Das malerische Städtchen, direkt am Prypjat gelegen, bietet einige sehr alte Kirchen, die besichtigt werden können, unter anderem eine für Polesien typische orthodoxe Holzkirche. Außerdem besuchen sie den ehemaligen Schlossberg, wo Überreste einer Steinkirche aus dem zwölften Jahrhundert zu sehen sind. Der Ort war Heimat von Kyrill von Turau, einst Bischof des ersten römisch katholischen Bistums auf belarussischem Territorium im Jahre 1005. Zu seinen Ehren wurde vor Ort ein imposantes Denkmal errichtet. Der angrenzende orthodoxe Friedhof ist landesweit bekannt für drei Steine, die auf seinem Territorium in Kreuzform wie aus der Erde zu wachsen scheinen.

    Nach einer kurzen Stärkung geht es gegen Abend zurück nach Minsk, wo Sie ein letztes Mal übernachten. (F)

    15.Tag: Abreise aus Weissrussland

    Am letzten Tag Ihrer Belarus Naturreise holt Sie unser Fahrer im Hotel ab und bringt Sie zum Flughafen oder Bahnhof, wo Sie die Heimreise oder Weiterreise zu einem neuen spannenden Reiseziel antreten.

    Verpflegungsleistungen an den einzelnen Reisetagen:

    F = Frühstück
    M = Mittagessen
    A = Abendessen
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