Kuty und Wischnitza. Jüdisches Vermächtnis in Ostgalizien.

Städte und Regionen der Ukraine


An den Ufern des Flusses Tscheremosch liegen die beiden Städtchen Kuty und Wischnitza, die in der jüdischen Geschichte sehr bekannt sind, einander gegenüber.
  Kuty war immer der "Handelshafen" der österreichisch- ungarischen Monarchie, hier gab es eine große chassidische Gemeinde.

In Wyzhnizja (Wischnitza, Wyschnyzja) entstand sogar eine eigene chassidische Dynastie, die aus der Linie des Baal Schem Tow hergeleitet wird und noch heute als die Wischnitzer in der jüdischen Welt weithin bekannt sind. Genauso ist Wischnitza durch die aufbewahrten Pinkasbücher bekannt, in denen alle wichtigen Fakten und Zahlen einer jüdischen Gemeinde eingetragen (Gemeindesteuerzahlern, Gemeindebeschlüsse, Wahlergebnisse, Totenliste) wurden. Diese Bücher, von der Chewra Kadischa geführt, erzählen uns die Geschichte der hiesigen Gemeinde seit dem Jahr 1768.

Durch erhaltene Synagogen, den Zaddikhof und den Friedhof kann man hier die Spuren des Schtetl erkennen, das als Zentrum des Holzhandels für die Bukowina, Podolien und Bessarabien bis zum Ersten Weltkrieg bekannt war. Bis zum Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust lebten hier 5.000 Juden.
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